Apache Cassandra 2.2 mit User-Defined Functions und JSON-Support

Michael Thomas

© Shutterstock.com/Sergey Nivens

Die neueste Version von Apache Cassandra bringt zahlreiche Features mit sich, die der NoSQL-Datenbank neue Einsatzmöglichkeiten eröffnen, wozu u. a. die Unterstützung für JSON sowie die Einführung von User-Defined Functions gehören.

Cassandra ist ein in Java implementiertes, verteiltes, spaltenorientiertes NoSQL-Datenbanksystem, das sowohl von Amazons Dynamo als auch von Googles BigTable inspiriert ist. Besonderes Augenmerk liegt auf Performanceaspekten und der Ausfallsicherheit. Initiiert wurde das Projekt ursprünglich von Facebook, seit 2008 steht die Datenbank quelloffen zur Verfügung, 2010 wurde sie zu einem Top-Level-Projekt der Apache Software Foundation ernannt. Cassandra 2.1, Ende letzten Jahres erschienen, war die erste Version, die für den produktiven Einsatz unter Windows freigegeben wurde. Außerdem wurde die Cassandra Query Language (CQL) um Tuple Types sowie User Defined Types (UDTs) erweitert, die den Weg für neue Einsatzmöglichkeiten der Datenbank eröffnen sollten.

Neu in Cassandra 2.2

Gleiches dürfte auch für die mit Version 2.2 eingeführten User-Defined Functions (UDFs) und User-Defined Aggregates (UDAs) gelten. UDFs können mithilfe von Java und JavaScript, generell jedoch auch mit jeder Sprache, die das Java Scriptin API unterstützt, erstellt werden. Durch UDFs ist es möglich, gewisse Aufgaben (min, max, average) statt in der Anwendung auf dem Server zu erledigen, was beachtliche Performanceverbesserungen mit sich bringen soll. Weitere Performancegewinne sollen durch Features wie die Möglichkeit der Commit Log-Kompression sowie das nun standardmäßig aktivierte Message-Coalescing, das die Kommunikation der Cassandra-Nodes optimiert, realisiert werden.

Neu ist auch die Erweiterung der CQL um die Unterstützung für JSON: Die Statements INSERT und SELECT verfügen nun über eine JSON-fokussierte Variante, des Weiteren stehen zwei komplette neue, native Funktionen für die JSON-Konvertierung bereit. Last but not least verfügt die NoSQL-Datenbank mit Version 2.2 erstmals über die Möglichkeit der rollenbasierten Zugriffskontrolle, was den Administrationsaufwand deutlich verringern dürfte.

Ausführlichere Information zum Release finden sich auf dem DataStax-Entwicklerblog.

Aufmacherbild: Eye viewing digital information represented by circles and signs von Shutterstock.com / Urheberrecht: Sergey Nivens

Geschrieben von
Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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