Anwendungs-Modernisierung: Können Sie es sich leisten zu warten? - JAXenter

Anwendungs-Modernisierung: Können Sie es sich leisten zu warten?

Jeremy Chone, Chief Technology Officer, Nexaweb Technologies

Unter IT-Entwicklern und Architekten sowie CIOs und Business-Managern wurde in letzter Zeit die Frage erörtert, ob Web 2.0-Technologien wie zum Beispiel Mashups, Podcasts, Wikis usw. lediglich eine Modeerscheinung sind oder eine echte Weiterentwicklung in der Branche darstellen. Angesichts der jüngsten Prognose von Branchenanalysten bei Forrester Research, der zufolge der Web 2.0-Markt bis 2013 einen Wert von 4,6 Milliarden US-Dollar erreicht haben wird, kann man jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass Web 2.0-Technologien für Unternehmen auf den Desktops und mobilen Geräten von Geschäftsanwendern und IT-Fachleuten zur Standardausstattung gehören werden.

Um diese neuen Technologien optimal zu nutzen und dabei gleichzeitig bestehende Investitionen in Legacy-Anwendungen zu schützen, wenden sich Unternehmen zunehmend der Anwendungsmodernisierung zu.

Bei der Anwendungsmodernisierung geht es jedoch um mehr als nur das zusätzliche Angebot von RSS-Feeds oder Blogs zur Verbesserung der Interaktivität und spezifischen Anpassung an bestimmte Kunden oder Endanwender in der Organisation. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Erkenntnis, dass es sich bei der Anwendungsmodernisierung nicht um ein kurzfristiges IT-Projekt handelt. Vielmehr ist sie eine strategische Initiative, die einen Organisationswandel herbeiführen kann, indem sie geschäftliche Entscheidungsträger in die Lage versetzt, schnell auf den Mitbewerb zu reagieren, standortunabhängig zusammenzuarbeiten und IT-Kompetenzlücken zu schließen.

Geschäftstransformation durch IT

Wird in Unternehmen von Anwendungsmodernisierung gesprochen, so werden die Begriffe Modernisierung, Migration und Transformation oft irrtümlicherweise als Synonyme verwendet. Eine erfolgreiche Anwendungsmodernisierung setzt voraus, dass diese Begriffe richtig verstanden und korrekt voneinander abgegrenzt werden.

Der Begriff Modernisierung bezieht sich in der Regel auf die Aktivitäten, die mit der Aufnahme von Web 2.0-Technologien in die Infrastruktur von Unternehmen verbunden sind. Dabei kann es sich um die Aktualisierung bestehender Benutzeroberflächen, die Einbindung neuer Technologien in Anwendungen oder auch einfach nur den Ausbau interaktiver Desktop-Funktionen handeln.

Bei der Migration geht es in der Hauptsache um den Übergang von einer Umgebung zu einer anderen, ganz gleich, ob es sich um ein Anwendungs-Upgrade oder eine neue Plattform handelt. Die meisten IT-Fachleute kennen sich mit Migrationsprozessen sehr gut aus. Zwar kann es bei einer Anwendungsmodernisierung auch um neue Umgebungen gehen, aber die Bedeutung des Begriffs ist in diesem Zusammenhang zu eng und geht nicht ausreichend auf die damit einhergehende strategische Transformation ein.

Unter Transformation versteht man die übergreifende IT-Strategie, die im Rahmen des Anwendungsmodernisierungsprozesses umgesetzt wird. Bei der Transformation geht es um mehr als nur um Software-Upgrades und die Einführung von Web 2.0-Funktionen auf Unternehmensebene. Vielmehr stehen bei der Transformation die Vorteile im Mittelpunkt, die ein Unternehmen durch Anwendungsmodernisierung erzielen kann: Beweglichkeit, Anpassungsfähigkeit und Kosteneinsparungen.

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Jeremy Chone, Chief Technology Officer, Nexaweb Technologies
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