Die neuen Features der neuen Major-Version in der knackigen Übersicht

Angular Pro-Tipps: #4 – Was bringt Angular 5?

Aaron Czichon

Standen in den bisherigen Angular Pro-Tipps unseres Autors Aaron Czichon bisher konkrete Einsatzszenarios im Fokus, hat er diesmal die Highlights von Angular 5 unter die Lupe genommen. Kurz und knackig zeigt er auf, welche neuen Features den Kern der neuen Version des TypeScript-basierten Frameworks für die Frontend-Entwicklung bilden.

Bevor wir uns die neuen Features der Version 5 des Angular-Frameworks anschauen, werfen wir doch kurz einen Blick auf die Roadmap, welche das Entwickler-Team vor einigen Monaten veröffentlicht hat. Diese Roadmap zeigt nicht nur die Veröffentlichungstermine für Major-Releases sondern auch jene für die Minor- und Beta-Releases. Hatte man den Release-Plan der Version 5 über die letzten Wochen und Monate im Blick, kann man feststellen, dass es auch bei der Veröffentlichung von Angular 5 wieder zu Verzögerungen gekommen ist.

Angular Pro-Tipps von Aaron Czichon

Wichtig ist auch, dass Version 5 keine LTS-Version ist (Long-term Support), die aktuellste Version mit LTS ist Angular 4. Dies wird aller Vorraussicht nach auch bis Ende Oktober 2018 so bleiben, dann wird Angular 7 in den LTS-Status wechseln. Bei der Entwicklung von Version 5 wurde ein klares Ziel gesetzt, welches schon frühzeitig andeutete, keine großen neuen Features zu liefern: Einfacher, kleiner und schneller war für dieses Release das Leitmotiv.

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Wirft man jedoch einen Blick auf die Liste der enthaltenen Features bzw. Neuerungen, stellt man fest, dass die Version durchaus einiges zu bieten hat. Allen voran wurde der Build-Prozess durch die Angular CLI stark verbessert. Durch die Verwendung von Tree Shaking kann nun während des Build-Prozesses nicht benötigter Code von Modulen entfernt werden. Dadurch wird in unserem Bundle der Applikation nur noch Code gepackt, der auch verwendet wird. Dies bringt auch mit sich, dass der AoT-Compiler (Ahead of Time) nun standardmäßig aktiviert ist und löst dadurch den JIT-Compiler (Just in Time) als Standardeinstellung ab. Durch diesen Wechsel wurde das Command Line Interface dahingehend erweitert, dass diese nun auch einen Watch Mode für NGC liefert. Somit kann im Entwicklungsprozess gleich mit AoT getestet werden. Gute Nachricht am Rande: Es gibt ab Angular 5 auch keine *ngfactory.ts-Dateien mehr.

Um dem Punkt „einfacher“ gerecht zu werden, tritt Angular in Version 5 nun mit Server Side Rendering für DOM-Elemente auf. Sprich SSR in Angular 5 hat eine DOM Implementierung. Dies macht es vor allem für Web-Robots und -Spiders einfacher, sich einen „Snapshot“ der Webseite zu laden. Somit wird es auch einfacher, diese in die Suchmaschinen einzubinden. Mithilfe eines virtuellen DOMs können nun Teile von Angular für den Browser auch schon auf dem Server gerendert werden, was neben der Suchmaschinenoptimierung auch den tollen Effekt hat, dass die gesamte Anwendung um ein vielfaches schneller wird. Die Komponenten von Angular, die unter Angular Material bereitgestellt werden, sollten ebenfalls Server Side Rendering unterstützen.

Es gibt jedoch nicht nur Änderungen für das Universum „um Angular“, sondern auch einige, die den Kern des Frameworks betreffen. Mit Angular 4.3 wurde ein neuer HTTP-Client eingeführt, der unter @angular/common/http zu finden ist. In Angular 5 wird nun das bisherige Modul @angular/http als depricated markiert und @angular/common/http wird der neue Standard.

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Zum Schluss dürfte der Support für PWAs (Progressive Web Apps) in Angular 5 deutlich verbessert worden sein. Mit vorgefertigten Templates und einer Integration in das CLI, soll es noch einfacher sein, Progressive Web Apps zur Verfügung zu stellen. Weitere Infos dazu liegen mir jedoch zum Zeitpunkt des Verfassens noch nicht vor. Sollten Sie noch weitere Neuerung entdeckt haben, dürfen Sie mich gerne darauf aufmerksam machen.

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Aaron Czichon
Aaron Czichon
Aaron Czichon hat im Alter von 14 Jahren mit Software-Entwicklung angefangen und sich PHP und HTML beigebracht. Seit seiner Ausbildung zum Fachinformatiker Anwendungsentwicklung arbeitet er hauptberuflich bei der cellent AG mit Hauptsitz in Stuttgart. Dort ist er als Software-Entwickler im Projektumfeld mit Javascript und .NET tätig. Nebenberuflich ist er als freier Entwickler mit seiner WebAtlas GbR unterwegs und macht seinen IT-Fachwirt um seine Kompetenzen in Unternehmensführung und BWL zu erweitern. Mit Ionic beschäftigt er sich seit dem Erscheinen der 3. Alpha-Version Ende November 2013. Ende 2014 gründete er die deutsche Ionic Community „Ionic Germany“. Er ist Mitglied der Ionic Alpha-Gruppe, welche die aktuellsten Neuerungen und Tools von Ionic zum Testen erhält. Nebenbei ist er auf Konferenzen als Speaker. Dort referiert er überwiegend über das Ionic Framework.
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