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Anforderungsmanagement mit RMF und ProR

Neue Attribute

Über PROR | DATATYPE CONFIGURATION… öffnen wir den Editor für die Datentypen. Im oberen Teil des Editors sehen wir unsere Datenstrukturen, im unteren werden die Eigenschaften zum Editieren angezeigt. Neue Elemente werden über Kontextmenüs eingefügt. Wir wollen zwei Attribute hinzufügen: ein Feld für eine lesbare ID und ein Feld für Kommentare. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: nachdem wir alle Attribute und Datentypen angelegt haben, sieht der DATENTYPE CONFIGURATION-Editor aus wie in Abbildung 4. Der Typ Requirement Type hat jetzt zwei neue Attribute. Für ID haben wir einen neuen Datentypen T_ID angelegt, wie unter DATATYPES zu sehen ist. Für das Attribut Status haben wir eine Enumerierung vom Typ T_Status erzeugt. Für das selektierte Element im oberen Bereich sind die Eigenschaften im unteren Bereich zu sehen, wo sie auch editiert werden können.

Abb. 4: Der „Datatype Configuration“-Editor
Spalten im Editor anpassen

Wenn wir nun den Dialog schließen und eine Anforderung auswählen, sind in der PROPERTIES VIEW drei Attribute zu sehen, die dort auch editiert werden können. Der Editor zeigt allerdings nach wie vor nur eine Spalte an. Über PROR | COLUMN CONFIGURATION können neue Spalten hinzugefügt werden. Wir öffnen den Dialog und fügen die Spalte ID hinzu. Mit Drag and Drop kann in diesem Dialog auch die Reihenfolge der Spalten geändert werden, und wir setzten die ID-Spalte an die erste Stelle (Abb. 3). Durch diesen Ansatz sehen wir im Editor nur das, worauf wir uns konzentrieren wollen, während die PROPERTY VIEW immer alle Attribute anzeigt.

IDs generieren

Nun sehen wir zwar die ID-Spalte, sie enthält aber keine Inhalte. Von Hand wollen wir diese natürlich nicht generieren. ProR kann selbst keine IDs erzeugen, wohl aber eine Präsentation. Präsentationen sind ProR-spezifische Plug-ins, die sowohl die Darstellung als auch den Inhalt von Daten beeinflussen können. Später schauen wir uns an, wie das Ganze programmatisch aussieht, hier wollen wir es lediglich anwenden. Dazu gehen wir auf PROR | PRESENTATION CONFIGURATION. Unter SELECT ACTION… finden wir ID PRESENTATION. Ein neuer ID-Generator wird angelegt. In den Eigenschaften können wir den Präfix und den Zählerstand der ID anpassen. Am wichtigsten ist aber der Datentyp, mit dem die Präsentation assoziiert werden soll. Dafür wählen wir T_ID aus; das ist der Grund, warum wir für die ID eigens einen eigenen Datentyp angelegt haben. Das Ergebnis ist in Abbildung 5 zu sehen. Wenn wir den Dialog schließen, wird unserer Anforderung eine ID zugewiesen.

Abb. 5: Die fertig konfigurierte ID-Präsentation
Weitere Anforderungen hinzufügen

Nun sind wir soweit, dass wir endlich Daten hinzufügen können. Das geschieht über die Tastatur oder per Kontextmenü. Wenn wir für eine Anforderung das Kontextmenü öffnen, können weitere Elemente über NEW SIBLING und eingeschobene Elemente über NEW CHILD hinzugefügt werden. Eine Spezifikation ist eine Baumstruktur beliebiger Tiefe, und im linken Rand wird über eine entsprechende Nummerierung gezeigt, wo man sich befindet. Außerdem ist die linke Spalte der Hierarchie entsprechend eingerückt.

Über das Kontextmenü können direkt typisierte Anforderungen eingefügt werden, was einem viel Klickerei erspart. Es gibt auch die Möglichkeit, untypisierte Anforderungen oder sogar leere Hierarchieplatzhalter einzufügen. Das kann sinnvoll sein, wenn man eine bestehende Anforderung referenzieren möchte. Dieselbe Anforderung darf also mehrfach auftauchen. Um in der Praxis schnell arbeiten zu können, lassen sich neue Elemente auch per Tastatur, über STRG-ENTER, einfügen, und zwar vom selben Typ, auf dem wir uns aktuell befinden. Bleibt nur noch die Anordnung von Anforderungen. Anforderungen können per Drag and Drop verschoben werden, und Copy and Paste funktioniert selbstverständlich auch.

Verlinkung

Die Verlinkung von Anforderungen wird auch über Drag and Drop realisiert, allerdings in Kombination mit der Tastatur, denn einfaches Drag and Drop verschiebt lediglich Anforderungen. Das Tastaturkürzel ist abhängig vom Betriebssystem und ist dasselbe, das auch zum Erstellen von Dateilinks beziehungsweise Shortcuts benutzt wird. Sobald eine Verlinkung angelegt wurde, wird in der letzten Spalte angezeigt, wie viele Links zu der Anforderung hinführen, und wie viele davon ausgehen (Abb. 3). Über PROR | SPECRELATIONS können die Verlinkungsobjekte angezeigt werden, und zwar unterhalb der Anforderungen, von denen sie ausgehen. Wenn sie angezeigt werden, zeigt die letzte Spalte den Namen des Zielobjekts, und beim Auswählen dieser Zelle werden die Attribute des Zielobjekts in der PROPERTIES VIEW angezeigt. Das ist ebenfalls in Abbildung 3 zu sehen. Verlinkungsobjekte können übrigens ebenfalls einen Typ haben, wodurch sie Attribute bekommen, die im Editor angezeigt sind, falls es eine entsprechende Spalte gibt (in der PROPERTIES VIEW sind natürlich immer alle Attribute zu sehen).

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