Neues vom Androiden-Planeten

Planet Android: WorkManager wird Standard & fieser Bug in Googles Foto-App

Dominik Mohilo

Bleibt der Bildschirm schwarz? Dann ist vermutlich die Batterie alle. In Zukunft könnte dies seltener der Fall sein, wenn das neue WorkManager API zum einheitlichen Standard wird. Ob dies je auf dem Honor View 30 zum Einsatz kommen wird, das gerade in China vorgestellt wurde? Zweifel sind gestattet. Was es sonst noch Neues aus dem Android-Universum gibt, haben wir uns angesehen.

WorkManager wird Standard ab 1. November 2020

Nichts ist schlimmer, als sein Smartphone in die Hand zu nehmen und feststellen zu müssen, dass der verdammte Akku schon wieder leer ist. Oft sind speicher- und stromhungrige Anwendungen der Grund für die Misere, insbesondere wenn diese im Hintergrund ausgeführt werden. Mit dem neuen WorkManager sollen sich deutlich batteriefreundlichere Apps entwickeln lassen.

Erzwungener Umzug

Der WorkManager wird ab 1. November 2020 nun zum einheitlichen Standard für Hintergrundprozesse, der GCMNetworkManager wird als deprecated markiert und nicht länger unterstützt. Ein Umstieg ist also unausweichlich, die Gnadenfrist beträgt ein volles Jahr – Panik ist also nicht geboten. Die Bibliothek FirebaseJobDispatcher wurde bereits im April dieses Jahres deprecated, er wird im April 2020 archiviert und nicht lönger unterstützt.

Für App-Entwickler auch wichtig: Wird das Target-API-Level (targetSdkVersion) auf Android 10 (API Level 29) oder höher aktualisiert, werden Aufrufe der APIs von FirebaseJobDispatcher und GcmNetworkManager nicht mehr funktionieren, sofern auf dem Gerät mindestens Android Marshmallow (6.0) installiert ist.

Entwickler, die nun wie der Ochs vorm Berg stehen, bekommen offizielle Hilfe, denn das Team von Google hat nun offizielle Guides für die Migration auf den WorkManager vom FirebaseJobDispatcher und vom GCMNetworkManager veröffentlicht. Auch die offizielle Dokumentation des WorkManagers ist sicher hilfreich beim Umzug.

Warum das Ganze?

Das WorkManager API ist keinesfalls esoterisch, immerhin enthält es sämtliche Features der Firebase-Job-Dispatcher- und GcmNetworkManager-Lösungen. Somit wird eine einheitliche Lösung für das Job Scheduling umgesetzt, die noch dazu den Akkustand im Blick hat und selbigen versucht zu schonen. Für die Performance zuträglich ist auch die Tatsache, dass das neue API keine Google Play Services benötigt, wie das bei den alten Alternativen der Fall war.

Weitere Informationen zum WorkManager finden sich in der Dokumentation und im Blog-Beitrag von Caren Chang, Developer Programs Engineer bei Google.

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Honor View 30 / 30 Pro: 5G, Duale Frontkamera und Kirin 990 an Bord

Der chinesische Hersteller Honor hat vor wenigen Tagen die Top-Smartphones Honor View 30 und View 30 Pro vorgestellt. Wichtigstes Feature dürfte die Unterstützung des neuen Mobilfunkstandards der Zukunft, 5G, sein. Im Bezug auf die Hardware setzt man auf den Prozessor Kirin 990 und große Kamerapower.

Das Tochterunternehmen von Huawei verbaut im View 30 den Sensor IMX 600 von Sony, mit dem die Hauptkamera 40 Megapixel erreicht, ein optischer Stabilisator sorgt für Schutz vor verwackelten Aufnahmen. In der Triple-Kamera des Top-Modells View 30 Pro gibt es dann noch ein Ultraweitwinkelobjektiv on top (12 MP), der Ultraweitwinkel des Standardmodells löst lediglich mit 8 Megapixeln auf.

Der Prozessor Kirin 990 hat 2,86 GHz und im Topmodell 8 GB RAM (6 GB im View 30). Das Display ist bei beiden Modellen identisch: Es handelt sich um ein Full-HD-TFT-LCD-Display mit einer Diagonale von 6,57 Zoll (etwa 16,6 cm) und einer Auflösung von 2400 mal 1080 Pixeln.

Schön sind auch die Farben, in denen das Honor View erscheint: Der Tweet oben zeigt die Farbvariationen „Twilight Orange“ und „Phantom Blue“, nicht im Bild sind „Galaxy Black“ und „Icelandic Frost“. Der Preis für das neue Honor startet bei 3299 Yuan (etwa 425 Euro) für das Standard- und 3899 Yuan (etwa 503 Euro) für das Pro-Modell. Ob wir allerdings in Europa in den Genuß der Smartphones kommen werden, ist eher unwahrscheinlich. Fans des Honors können aber natürlich versuchen, direkt in China Umsatz zu generieren.

Markieren via Tap-and-Drag? Nicht mit Eingabehilfen!

Nach dem Update der App Google Fotos auf Version 4.32 bzw. 4.32.1 kann es zu Problemen der Auswahl mehrerer Fotos via Tap-and-Drag-Geste kommen. Wie das Portal Android Police mitteilte, gibt es Berichte einzelner User, dass die Geste nicht mehr funktioniere. Ob es sich hierbei allerdings um einen Bug handelt oder Nutzer in Zukunft auf diese sehr intuitive und nützliche Geste werden verzichten müssen, war zunächst unklar.

Ohne die Geste müssen Nutzer alle Bilder einzeln markieren, was wenig wünschenswert ist angesichts der Tatsache, dass man oft einmal gleich mehrere Bilder verschieben oder löschen möchte. Eifrige Knippser, die vielleicht sogar Hunderte Fotos löschen wollen, könnten hier schnell an die Belastungsgrenzen für die Fingerkuppen geraten.

Ein Nutzer des englischsprachigen Portals Android Police fand heraus, dass die Möglichkeit der Gestensteuerung offenbar dann verschwinde, wenn Services zur Eingabehilfe (Accessibility Services) aktiviert seien. Stellt man diese aus, sollte sich das Problem lösen lassen.

Der Planet Android ist bunt, dreht sich schnell, entwickelt sich ständig weiter. Wir bleiben neugierig und beobachten ihn weiter – bis nächste Woche!

Geschrieben von
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo
Dominik Mohilo studierte Germanistik und Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt. Seit 2015 ist er Redakteur bei S&S-Media.
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