Kompatibilität von Android Wear und iPhones offiziell bestätigt

Mix and Match: Android Wear und iOS reichen sich die Hand

Kypriani Sinaris

©Shutterstock/Alexey Losevich

Es ist so weit: Android Wear für iOS wurde ausgerollt. Hartnäckig hielten sich die Gerüchte über eine baldige Kompatibilität von Android-Wear-Geräten und dem iPhone. Ab sofort können iPhones mit iOS 8.2 oder höher mit einer Android Wear-Smartwatch verbunden werden. Damit kommen sich Google und Apple ein ganzes Stück näher – und sowohl Kunden als auch Entwickler freuen sich über die neuen Möglichkeiten … oder?

Bisher ist zwar nur die Android-Wear-Uhr LG Watch Urbane mit dem iPhone kompatibel. Wie Google ankündigt, sollen aber auch alle zukünftigen Android-Wear-Uhren, wie beispielsweise die Huawei Watch, mit iOS verbunden werden können. Die Release-Ankündigung der Huawei Watch war es auch, die erst kürzlich wieder die Gerüchteküche befeuerte und auf gemeinsame Pläne von Google und Apple hinwies. Kurzzeitig erschien im Markenshop von Huawei auf amazon.com die Information, dass die bald erscheinende Huawei Watch mit iOS kompatibel sein würde – was zu dieser Zeit aber noch gar nicht möglich schien und von Seiten Huwaeis auch kurzum als Fehler bezeichnet und aus den Produktinformationen entfernt wurde.

Eine Kompatibilität mit bereits auf dem Markt befindlichen Smartwatches und iOS kann Google momentan noch nicht garantieren, da diese teilweise wohl nicht über technische Voraussetzungen verfügen.

Und so fragt man sich: Wenden sich jetzt alle iPhone-Besitzer den Apple-Tempeln ab und kaufen stattdessen Android-Smartwatches? Fraglich. Wie Fortune berichtet, werden Apps von Drittanbiertern nicht unterstützt, wenn man seine Android-Wear-Watch über ein iPhone „steuert“. So sollen beispielsweise Nachrichten auf der Android-Wear-Uhr zwar gelesen werden, nicht aber über sie beantwortet werden können. Dieser Dienst sei dann nur über das iPhone möglich.

Eine Einschränkung, die den Kauf einer Apple Watch, die sich preislich ja gar nicht mehr so stark von aktuellen Android-Wear-Modellen unterscheidet, vielleicht doch wieder attraktiver machen könnte. Hier sind die Funktionen in vollem Umfang zu nutzen. Und so scheint die Nachricht doch nicht mehr so spektakulär, wie gedacht: Ist man schon Besitzer eines iPhones, so wird wegen der eingeschränkten Funktionsfähigkeit eine Android-Wear-Uhr, so viele es auch davon geben mag, für viele wohl kaum eine Alternative darstellen.

Und auch die Reaktionen von Seiten der Entwickler könnten eher verhalten ausfallen: Wenn nur von Google entwickelte Apps für Android Wear über das iPhone gemanagt werden können, ändert diese Nachricht nichts an der Reichweite ihrer Apps: Diese würden dann nach wie vor nur auf Smartwatches funktionieren, die mit einem Android-Telefon verbunden sind.

Und so scheint, betrachtet man die gegenwärtigen Informationen, am Ende nur die Optik die Smartwatch-Kaufentscheidung zu beeinflussen.

Aufmacherbild: unhappy little girl von Shutterstock / Urheberrecht: Alexey Losevich

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Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris studierte Kognitive Linguistik an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Seit 2015 ist sie Redakteurin bei JAXenter und dem Java Magazin.
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