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Android Things Developer Preview 2 bringt Maschinelles Lernen aufs IoT-Gerät

Mascha Schnellbacher

© Shutterstock / Gary Blakeley

Im Dezember hat Google seine Aktivitäten im Internet of Things unter dem Projekt Android Things gebündelt. Jetzt ist die zweite Developer Preview erschienen, die neue Features mit sich bringt, wie etwa die Integration von TensorFlow.

Bei Googles Projekt Android Things handelt es sich um eine IoT-Plattform, die eine Vernetzung von Geräten mit gewohnten Android-Werkzeugen wie Android Studio zum Ziel hat. Android Things soll als Betriebssystem für alle Geräte und Gadgets im IoT zum Einsatz kommen, sodass ein einheitlicher Standard im Google-Ökosystem geschaffen wird. Mitte Dezember 2016 erschien die Plattform in einer ersten Developer Preview. Jetzt ist die Developer Preview 2 (DP2) für Android Things erschienen, die einige aufgetretene Schwachstellen behebt und zudem eine Reihe neuer Features mitbringt.

Android Things DP2: das ist neu

Die wohl spannendste Neuerung zuerst: TensorFlow und seine Machine-Learning- sowie Computer-Vision-Kapazitäten lassen sich ab sofort einfach in die eigene Plattform integrieren. Zum Einstieg steht ein Sample zur Verfügung, die den Einsatz von TensorFlow auf Android-Things-Geräten erklärt. Dabei wird insbesondere auf die Objekterkennung und die Bildklassifizierung eingegangen.

Aufgrund des umfangreichen Feedbacks, das Google zur Developer Preview 1 erhalten hat, wartet die Developer Preview 2 für Android Things mit einer ganzen Reihe an weiteren neuen Features auf. Dazu zählt zum Beispiel der Support für USB-Audio über den Hardware Abstraction Layer (HAL) für Intel Edison und Raspberry Pi 3.

Da es viele Entwickler gibt, die nativen C- oder C++-Code zur Entwicklung von IoT-Software einsetzen, wurde nun eine passende Library veröffentlicht. Diese bietet nativen Zugriff auf das Peripheral API, sodass Entwickler ihren nativen Code einfach weiter nutzen können. In der zugehörigen Dokumentation und einer Beispielanwendung gibt es mehr Informationen zum neuen API.

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Des Weiteren können Entwickler jetzt Treiber für bestimmte Hardware in ihrem APK erstellen und diese direkt in das Framework einbinden. Vorteil ist, dass so weder der Linux-Kernel noch der Hardware Abstraction Layer angepasst werden müssen. Google verwaltet ein Repository von User Drivern für verschiedene Hardware-Interfaces wie Sensoren, Buttons und Displays, auf das Developer zugreifen können.

Darüber hinaus wurden einige Fehler behoben, die mit dem Peripheral I/O (PIO) zusammenhängen. Derzeit arbeitet das Team an der Bluetooth-Unterstützung und hat Support für Intels Joule-Plattform angekündigt.

Ausführliche Informationen lassen sich dem Eintrag im Android-Developers-Blog und den Release Notes entnehmen. Android Things Developer Preview 2 steht auf der Downloadseite zum Herunterladen bereit. In Zukunft soll alle sechs bis acht Wochen eine neue Preview erscheinen.

Geschrieben von
Mascha Schnellbacher
Mascha Schnellbacher
Mascha Schnellbacher studierte Buchwissenschaft und Deutsche Philologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seit Juni 2015 arbeitet sie als Redakteurin in der Redaktion des Entwickler Magazins bei Software & Support Media. Zuvor war sie als Lektorin in einem Verlag sowie als freie Editorin tätig.
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