Android im Internet of Things

Android Things 1.0 ist da! Finale Version von Googles IoT-Plattform veröffentlicht

Marcel Richters
Android Things

© Shutterstock.com / metamorworks

Das Internet of Things wächst rasant und natürlich möchte Google ganz vorne mit dabei sein. Um das sicherzustellen, arbeitet der Konzern schon einige Zeit an seiner Plattform für das IoT: Android Things. Pünktlich zur Google I/O 2018 erscheint Android Things 1.0, die erste Major Version.

Während Flutter noch in der Betaphase steckt, hat Googles Plattform für das Internet of Things, genannt Android Things, jetzt seinen (vorerst) finalen Status erreicht. Über 10.000 Entwickler sollen mit über 100.000 SDK-Downloads zum Preview mit beigetragen haben, um diesen Status pünktlich zur Entwicklerkonferenz Google I/O 2018 zu erreichen. Android Things ist laut Google eine „robuste Plattform“, mit der dank zertifizierter Hardware, einem umfangreichen Set an APIs und sicheren Softwareupdates auch große IoT-Netzwerke betrieben werden können.

Gleichzeitig hat Google auch neue Hardware vorgestellt, die von Android Things 1.0 unterstützt wird. So erhalten NXP i.MX8M, Qualcomm SDA212, Qualcomm SDA624 und MediaTek MT8516 als System-on-Module garantierten Langzeit-Support für drei Jahre, Hardware für die Entwicklung und Referenzdesigns soll in den kommenden Monaten verfügbar werden. Der Raspberry Pi 3 Modell B und der NXP i.MX7D werden weiterhin für die Erstellung von Prototypen und Produkttests unterstützt, der Support für NXP i.MX6UL wird nicht verlängert. Weitere Informationen gibt es auf einer spezifischen Seite zur Hardware für Android Things.

Ein Beispiel für Android Things Hardware: der Sensor Dot. Die Geräte sollen weniger als 2,5 cm breit sein. Quelle: Bytflies.com

Allgemein soll Hardware mit LTS-Versionen zukünftig stets Support über drei Jahre erhalten, eine Verlängerung ist möglich. Nach Ende des Support-Zeitraums sollen aber noch immer Updates „over-the-air“ an Geräte verteilt werden können. Außerdem sind automatische Updates Standardeinstellung bei allen Geräten. Die Nutzung der Konsole für Softwareupdates ist bei einer nicht-kommerziellen Nutzung auf 100 Geräte beschränkt, für kommerzielle Produkte braucht es einen entsprechenden Vertrag mit Google.

Für die Konfiguration von Hardware wurde die Android-Things-Konsole mit einem neuen Interface ausgestattet, in dem sich verschiedene Parameter der Hardware ablesen lassen. Dazu gehören derzeit die verfügbaren periphären I/O-Verbindungen, Eigenschaften wie GIPO-Resistoren und I2C-Bus-Geschwindigkeit. Mit der Zeit soll die Konsole ausgebaut werden, um mehr Informationen zu liefern.

Bereits in den nächsten Tagen dürten die ersten Produkte mit Android Things in den Regalen der Geschäfte auftauchen. Lautsprecher und smarte Displays machen dabei den Anfang. Aber auch ausgefallenere Dinge wie daumengroße Körperdatensensoren gehören zu den Produkten, die mit Android Things laufen sollen. Google ruft explizit dazu auf, dass sich Entwickler und Ingenieure melden sollen, die ebenfalls an Produkten arbeiten, für die Android Things vorgesehen ist. Diese können auch über die Konsole anfangen, ihre Produkte für die Produktion mit dem Systemimage von Android Things 1.0 vorzubereiten.

In den Release Notes gibt es nochmal genauere Informationen zu Android Things 1.0, die eigene Website der IoT-Plattform liefert grundlegende Informationen und Kits, Beispiele und Projekte aus der Community für den Einstieg.

Lesetipp:

Grundkurs Docker: Eine praktische Einführung in die Welt der Container

Keine andere Technologie hat die IT in den letzten Jahren so geprägt wie Docker. Doch warum ist das so? Was macht Docker so besonders, wie funktioniert die Technologie unter der Haube und wie können Sie vom Trend profitieren? In unserem Grundkurs Docker lernen Sie anhand praktischer Beispiele, Docker und die Container-Technologie richtig einzusetzen.

Jetzt gratis auf JAXenter lesen!

Geschrieben von
Marcel Richters
Marcel Richters
Marcel hat Soziologie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main studiert und danach als E-Commerce-Manager gearbeitet. Seit Februar 2018 unterstützt er das Team von JAXenter als Redakteur. Daneben arbeitet er als freier Journalist in der Mainmetropole.
Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar
400
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: