Qualitätsverbesserungen & neue Features in Android Studio 3.5

Android Studio 3.5 ist da und läutet das Ende von Project Marble ein

Katharina Degenmann

© Shutterstock/ Arthur_Shevtsov

Google veröffentlichte Version 3.5 seiner Android-Entwicklungsumgebung. Die IDE ist schwer beladen mit vielen neuen Updates und soll die App-Entwicklung auf Android beschleunigen. Das große Ding in Android Studio 3.5 ist allerdings eindeutig das nun eingeläutete Ende der Project-Marble-Initiative.

Im Vordergrund von Android Studio 3.5 stehen vor allem eine Reihe von Qualitätsverbesserungen, die die Arbeit mit der IDE erleichtern sollen. Darüber hinaus bringt die neuste Version der Android-Entwicklungsumgebung auch einige neue Features mit sich, die sich nahtlos in jede Phase des Entwicklungs-Workflows einfügen sollen. Die Highlights der neuen IDE-Version hat Jamal Eason in einem Blogpost im Android-Entwicklerblog vorgestellt.

Produktqualität im Fokus

Android Studio 3.5 ist die letzte Version unter Project Marble – einer Initiative, die Google Ende letzten Jahres angekündigt hat, um Android Studio zu verbessern. Acht Monate lang konzentrierte sich das Android-Studio-Team darauf, Funktionen und Abläufe von Android Studio und dem Emulator zu verbessern. Alle Verbesserungen zielten entweder auf den Systemzustand, die Erweiterung von Funktionen oder die Fehlerbehebung ab.

Um beispielsweise den Systemzustand zu verbessern, hat Google eine neue Infrastruktur und interne Dashboards entwickelt, um Leistungsprobleme so besser zu erkennen. Auf diese Weise behob das Android-Studio-Team über 600 Fehler, 50 Speicherlecks und 20 IDE-Hänger und ermöglicht eine verbesserte XML- und Kotlin-Typenlatenz. Neben den Verbesserungen hat Android Studio 3.5 aber auch eine ganze Palette an neuen Features im Gepäck.

Android Studio 3.5  – die neuen Features

Mit dem Ziel die Speicherkapazität zu optimieren, gibt es nun eine automatische Empfehlungen zu den Speichereinstellungen. Die IDE erkennt nun, wenn ein App-Projekt mehr RAM auf einem Rechner mit höherer RAM-Kapazität benötigt und benachrichtigt dann den Nutzer, um die Speicherplatzsgröße zu erhöhen. Diese Einstellung kann über Appearance & Behavior | Memory Settings selbst angepasst werden.

Ein weiteres Novum ist das Hinzufügen inkrementeller Builds zu sogenannten Annotation-Prozessoren wie Glide, AndroidX-Datenbindung, Dagger, Realm und Kotlin (Kapt). Die inkrementelle Bildunterstützung soll die Build-Geschwindigkeit verbessern.

Instant Run wurde mit dem neuen Update komplett neustrukturiert bzw. abgeschafft – hierfür sind (als Nachfolger) die sogenannten Apply Changes neu mit an Bord. Vor allem App-Entwickler sollen davon profitieren, da die Code-Editierungen auf einem Emulator oder Gerät leichter verfolgt werden kann, ohne die App neu starten zu müssen. So wird eine APK-Datei nicht mehr während des Builds, sondern zur Laufzeit modifiziert.

Auch an der XML-Typisierung wurde geschraubt. Die Bearbeitung der Data Binding Expressions in XML ist aufgrund veränderter Typisierung von Latenzzeiten schneller.

Bei Windows-Nutzern stellte man fest, dass die Zugriffszeiten auf die Festplatten-I/Os im Durchschnitt deutlich höher waren als bei anderen Plattformen. Bislang wurde die Standardkonfiguration von Antivirenscannern für das das Erstellen von Ausgabeverzeichnis nicht optimal berücksichtigt. Hierfür stellt Android Studio nun ein besseres Setup bereit.

Alle Neuerungen, Verbesserungen und Bugfixes stehen auf dem Android-Developer-Blog zum Nachlesen bereit.

Geschrieben von
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann hat Politikwissenschaft und Philosophie studiert. Seit Februar 2018 arbeitet sie als Redakteurin bei der Software & Support Media GmbH und ist nebenbei als freie Journalistin tätig.
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