Endlich, Android Studio 2.0 ist da!

Android Studio 2.0: Schneller, besser, schöner?

Kypriani Sinaris

Android Studio Logo (Quelle: android-developers.blogspot.de)

Google hat Android Studio 2.0 veröffentlicht. Die zweite Hauptversion der offiziellen IDE für die Entwicklung von Android-Applikationen arbeitet mit Instant Run an einem flüssigeren Entwicklungs-Flow, mit dem App-Indexing gegen das Vergessen und mit einem GPU Debugger an besseren Grafiken.

Nach über einem Jahr Entwicklungszeit seit Android Studio 1.0 ist nun die zweite Hauptversion der IDE erschienen. Mit welchen neuen Fetaures Android Studio 2.0 punkten will, haben wir in der folgenden Übersicht zusammengefasst:

Instant Run

Mit der „Instant Run“ genannten Funktion soll die Entwicklung und Verbesserung einer Applikation deutlich geschmeidiger verlaufen, da Änderungen im Code direkt in der laufenden Applikation erscheinen sollen. Dazu haben die Entwickler den Instant-Run-Button hinzugefügt, der alle Änderungen analysiert und Vorschläge macht, wie der Code am schnellsten deployt werden kann. Wenn möglich, werden die Code-Änderungen direkt in die Applikation injiziert, sodass kein Redeployment oder eine neue Installation erforderlich sind. Um diese Funktion zu nutzen, ist mindestens Android Ice Cream Sandwich erforderlich.

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Android Emulator & Cloud Test Lab

Auch der Android Emulator setzt auf Speed: Er ist mit dreimal schnellerer Performance in der CPU, RAM und dem I/O ausgestattet. Ihm wurde außerdem ein neues UI und Sensor Controls spendiert, in dem APKs per Drag&Drop schneller installiert werden können. Außerdem können Multi-Touch-Gesten genutzt werden.

Ergänzend zum Emulator können Entwickler mit dem neuen Service Cloud Test Lab – wie der Name schon vermuten lässt – ihre Applikationen über die Cloud auf einer großen Anzahl an Geräten testen. Neben selbst geschriebenen Tests können hier auch vorgefertigte Basistests genutzt werden.

App-Indexing-API

Gegen das App-Vergessen arbeitet das App-Indexing-API. Hier macht eine bestimmte Indexierung der URL-Struktur im App-Manifest den Unterschied: Durch das Hinzufügen von Aufrufen des App-Indexierungs-API zur Activity-Implementierung im App-Code gelangt ein Nutzer direkt von der Google-Suche zu der entsprechenden Aktivität in der App. So werden Applikationen über die Google-Suche hervorgeholt, die der Nutzer nach der Installation möglicherweise schon wieder vergessen hat.

Android Studio 2.0 unterstützt beim Erstellen der korrekten URL-Struktur im App-Code und fügt Attribute in die AndroidManifest.xml-Datei hinzu, über die der App-Indexing-Service läuft. Nachdem man die URLs hinzugefügt hat, können diese über den integrierten App Indexing Test geprüft werden.

GPU Debugger

Last but not least erfreut Android Studio mit dem neuen GPU Debugger Entwickler von grafikintensiven Applikationen. Dieser befindet sich zwar noch in der Preview-Phase, man kann aber jetzt schon seine Applikation Frame für Frame durchgehen und nach möglichen Bugs in der Grafik durchforsten.

Los geht’s!

Zum Download von Android Studio 2.0 geht es hier lang. Die Entwickler empfehlen nach dem Herunterladen das Upgrade der bereits bestehenden Projekte für die Verwendung von Instant Run. Hier muss auf die neue Gradle Plug-in-Version geupdatet werden, alle neuen Projekte nutzen in Android Studio 2.0 per Default Instant Run. Außerdem sollte bei bestehenden Projekten ein neues Android Virtual Device für den Android Emulator erstellt werden.

Für alle, die die Änderungen noch einmal vertont und visualisiert nachvollziehen möchten, empfiehlt sich folgendes Video:

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Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris studierte Kognitive Linguistik an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Seit 2015 ist sie Redakteurin bei JAXenter und dem Java Magazin.
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