Android Studio 1.0: Erste stabile Hauptversion von Googles IDE verfügbar

Michael Thomas
Android Studio Logo (Quelle: android-developers.blogspot.de)

Auf seiner Hauskonferenz I/O stellte Google im Mai vergangenen Jahres seine neue IntelliJ-basierte Integrierte Entwicklungsumgebung für Android-Anwendungen vor, die das Buildsystem Gradle verwendet. Nach mehreren Betaversionen hat nun die erste stabile Hauptversion das Licht der Welt erblickt: Als offizielle IDE läutet Android Studio 1.0 das Ende der traditionellen, Eclipse-basierten Android Development Tools (ADT) ein. Zumindest wer in Zukunft die neuesten von Google veröffentlichten Updates nutzen möchte, sollte also, wie von den Entwicklern empfohlen, über eine zeitnahe Migration seiner Projekte nachdenken, die entweder mithilfe weniger händischer Schritte oder bequem mit dem Import Wizard möglich ist.

Für alle, deren Herz auch weiterhin an Eclipse hängt, könnte es sich hingegen lohnen, das Eclipse-Projekt „Andmore“ (vormals „Proteus“) im Auge zu behalten, das mit verbessertem Tooling neuen Schwung in die Android-Entwicklung mit Eclipse bringen möchte.

Neue Features

Abgesehen von einem stabilen, für den Produktionseinsatz geeigneten Betrieb bietet Android Studio 1.0 eine im Vergleich zu den Vorgängerversionen erweiterte Funktionalität.

So dürfte insbesondere für Erstnutzer interessant sein, dass nun ein Setup-Assistent bereit steht, der bei der Installation des korrekten Android-SDK, der Einrichtung der Entwicklungsumgebung und der Erstellung eines optimierten Emulators für Testzwecke hilft. Ein weiterer Assistent ermöglicht bei Inbetriebnahme die Nutzung neuer Projekt-Templates sowie den Import von Google-Code-Beispielen.

Im Hinblick auf die Codebearbeitung greift Android Studio auf die erweiterten Fähigkeiten der IntelliJ IDEA zurück, die u.a. eine hochentwickelte Codevervollständigung, Refactoring und Codeanalyse umfassen. Außerdem ermöglicht die IDE zu Internationalisierungs- bzw. Übersetzungszwecken eine vereinfachte String-Verwaltung.

Mithilfe der neuen Preview-Funktion kann im Vorfeld getestet werden, wie das eigene Android-Layout in verschiedenen Sprachen, aber auch auf unterschiedlichen Bildschirmgrößen oder gar API-Versionen dargestellt wird. Last but not least bietet der „Memory Monitor“ die Möglichkeit, den Arbeitsspeicherbedarf der eigenen Anwendung über einen längeren Zeitraum zu verfolgen und mithilfe der so gewonnenen Daten Performanceverbesserungen zu realisieren.

Geschrieben von
Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.