Android-Programmierung mit Scala

SBT und Android

Um eine Android-Anwendung mit Scala zu erstellen, muss der Build-Prozess, der folgendermaßen angepasst werden:

  • Generierung der R.java-Datei
  • Kompilieren von *.scala- und *.java-Quellcodedateien
  • Erstellen der classes.dex -Datei aus den erstellten *.class -Dateien
  • Ausgliedern von nicht benötigten Klassen, die über Abhängigkeiten eingebunden wurden – unter Verwendung von ProGuard (dieser Schritt ist insbesondere wichtig, um nicht benötigte Scala-Runtime-Klassen zu exkludieren)
  • Paketierung der *.apk-Datei

Die Anpassung des Build-Prozesses kann über Einstellungen in der bevorzugten Entwicklungsumgebung, Erweiterungen in der Standard-build.xml oder aber durch die Verwendung von SBT [6], dem auf Scala basierten Simple Build Tool, erfolgen. Im Rahmen dieses Artikels bevorzugen wir die dritte Variante mit dem SBT Scala Android Plugin [7] und vorgefertigtem Giter8 Template [8]. Nach der Installation von Scala und SBT kann über das g8-Tool ein Projektverzeichnis erstellt werden (das Ergebnis ist in Abbildung 1 zu sehen).

Abb. 1: Von SBT generierte Projektstruktur

Nachdem in der Konsole in das Projektverzeichnis gewechselt wurde, kann über den sbt-Befehl SBT gestartet werden. Innerhalb der geöffneten Konsole stehen nun eine Vielzahl von Kommandos zur Verfügung, die durch Plug-ins erweitert werden können. Das Scala Android Plug-in erweitert die Standard-SBT-Befehle um jene, die spezifisch für die Entwicklung von Android-Applikationen benötigt werden. Da zur Zeit der Erstellung dieses Artikels (Oktober 2011, Anm. d. Red. ) keine IDE-Unterstützung für Scala-Android-Projekte zur Verfügung steht, müssen für die Erstellung des APKs die Android-spezifischen SBT-Befehle verwendet werden. Für eine weitere Einführung in SBT, das Scala Android Plugin und die Referenz für das Giter8 Android Template sei an dieser Stelle auf [6] und [7] verwiesen.

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