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Wie funktioniert Androids Bezahldienst Android Pay?

Android Pay in den Startlöchern – zusammen mit Android Marshmallow?

Kypriani Sinaris

© Shutterstock/Modella

Amerikanische Fast-Food-Liebhaber sollen ab dem 26. 08. kein Problem mehr mit fehlendem Bargeld haben: Dann soll Gerüchten zufolge mit Android Pay ein Bezahldienst veröffentlicht werden, der das kontaktlose Bezahlen in Geschäften und In-App-Käufe vereinfacht. Interne Dokumente, die bei der Fast-Food-Kette MacDonalds aufgetaucht sind, weisen auf das Release-Datum des neuen Features hin. Kann man am 26.08. also auch mit der Veröffentlichung von Android Marshmallow rechnen?

Wie Android ankündigt, reicht die Eingabe der Kreditkartendaten in das Smartphone aus, um den Bezahldienst zu nutzen. Dieser kann auf zwei Wegen aktiviert werden: Befindet sich der Kunde in einem Geschäft, kann er durch das Anhalten seines Android-Geräts an ein Bezahl-Terminal, welches das kontaktlose Bezahlen erlaubt, den Kaufvorgang tätigen. Das Entsperren des Bildschirms und ein Tap zur Bestätigung des Kaufes soll demnach genügen, eine App muss nicht geöffnet werden. Außerdem können mit Android Pay Treuepunkte in teilnehmenden Geschäften gesammelt und Angebote in ausgewählten Geschäften eingeholt werden, so die Entwickler. Das folgende Video, welches auf der Projektseite veröffentlicht wurde, demonstriert den Einsatz von Android Pay:

Alternativ kann Android Pay in Apps Anwendung finden: Die Funktion erspart dabei das Eingeben der Bankverbindung in einzelnen Apps und soll App-übergreifend durch die integrierte Auswahl „Buy with Android Pay“ das Tätigen von In-App-Käufen mit einem Tap ermöglichen.

Sobald es um Geld geht, liegt natürlich auch die Frage nach der Sicherheit nahe: Dazu äußert sich Android mit dem Satz: „Your card info stays safe“. Beim Bezahlen soll eine virtuelle Kartennummer an den Verkäufer übermittelt werden, nicht aber die tatsächliche Kreditkartennummer des Käufers. Damit sollen sensible Daten der Kunden geschützt werden. Eine Auflistung aller vergangenen Transaktionen soll außerdem dem Überblick und damit auch der Kontrolle dienen. Und was passiert, wenn man sein Android-Gerät verliert? Dann sollen alle Daten über den Android Device Manager mit einem neuen Passwort geschützt oder direkt gelöscht werden können. In wieweit sich diese Vorgehensweise bewährt, wird sich natürlich erst im Laufe der Zeit zeigen.

Die Liste der Unternehmen, die Android Pay unterstützen, enthält neben MacDonalds unter anderem auch Coca Cola, der Warenhausbetreiber Macy’s und die Biosupermarktkette Whole Foods. Da momentan nur Karten von amerikanischen Geldinstituten in der Liste der akzeptierten Karten zu finden sind, ist noch unklar, wann Android Pay auf dem deutschen Markt Einzug findet.

Die Ankündigung von Android Pay legt eine parallele Veröffentlichung von Android Marshmallow nahe. Diese wurde bisher auf den Herbst 2015 datiert, das Release Datum für Android Pay könnte aber ein Hinweis darauf sein, dass auch das neue OS an diesem Tag ausgerollt wird, wurde doch Android Pay als eines der neuen Features von Android Marshmallow gehandelt.

Aufmacherbild: Mobile payments concept illustration von Shutterstock / Urheberrecht: Modella

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Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris studierte Kognitive Linguistik an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Seit 2015 ist sie Redakteurin bei JAXenter und dem Java Magazin.
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