Android Jelly-Bean: "Google TV als dritte Ausprägung neben Smartphone und Tablet"

JAXenter: Wie kam es zur Gründung der GTUG Bremen?

Steve Liedtke: Ich wurde im August des letzten Jahres von Matthias darauf aufmerksam gemacht, dass es eine Android User Group in Bremen gibt. Nachdem ich diese einmalig besucht hatte, war schnell klar, dass ein klares Konzept und auch die Teilnehmer fehlten. Wir haben uns überlegt, wie man effektiver Wissen in Bremen austauschen kann, und da hat sich die Gründung einer GTUG aufgrund der bereits gut aufgestellten Community und den überschneidenden Themen angeboten. Matthias und ich waren schnell Feuer und Flamme und haben es geschafft, Präsenz in verschiedenen Netzwerken und Veranstaltungen aufzubauen. Gerade Nils Hitze hat uns sehr geholfen (danke nochmal dafür!), in der bestehenden Community einen Platz zu finden.

JAXenter: Wie sieht es heute aus? Wie rege ist z. B. die Teilnahme an Events, wie viele Mitglieder hat die UG, wie kann man mitwirken?

Steve Liedtke: Wir veranstalten monatlich einen Stammtisch, bei dem Vorträge über verschiedene Google-Technologien gehalten werden. Anfangs orientierten sich diese an Android und der Google App Engine, mittlerweile sind aber auch andere Themen in Richtung Webentwicklung stark vertreten. Bei unseren Stammtischen sind immer 15 bis 25 Mitglieder vertreten, was uns sehr stolz macht, denn in Bremen existieren wenige UG, die aktiv sind oder höhere Teilnehmerzahlen haben. Eine Linux User Group ist hier in Bremen noch die bekannteste. In Bremen besteht das Phänomen, dass es viele Entwickler gibt und dennoch der Austausch häufig nur in den Firmen stattfindet. Wir hoffen, dass wir das ändern können, weil dadurch auch Studenten schon früh den Kontakt zu praktischem Wissen und Erfahrungen herstellen können. Neben den Stammtischen versuchen wir außer der Reihe Hackathons und andere Events zu organisieren. Bis jetzt haben wir in fünf Monaten sieben Events veranstaltet. Mitwirken kann man durch Teilnahme an unseren Events, durch das Halten von Vorträgen oder auch einfach durch Aufnahme in unsere Mailingliste. Wir sind darüber hinaus auch offen für neue Event-Ideen oder Sonstiges. Erreichbar sind wir per E-Mail, Mailingliste und über verschiedene Netzwerke. Einzelheiten findet man auf unserer Homepage [1].

Matthias Friedrich: Bremen scheint gerade erst am Anfang seiner „Nerd-Aktivitäten“ zu stehen. Erst kürzlich gründete sich der Hackerspace-Bremen e. V., um Räumlichkeiten und Austausch auch zwischen Interessierten und User Groups unterschiedlicher Fachbereiche zu verwirklichen. So treffen z. B. Android-Entwickler auf Arduino-begeisterte Elektroniker.

JAXenter: Welche Android-Events werden von Ihrer UG veranstaltet?

Matthias Friedrich: Neben einem monatlichen Stammtisch mit Präsentationen zu verschiedenen Themen veranstalten wir außer der Reihe auch andere Events. Zum Beispiel nahmen wir kürzlich am Global Android DevCamp teil, zu dem sich gleichzeitig weltweit UGs zu Hackathons mit dem Thema Android zusammenfanden und mittels Google+ Hangouts austauschten. Weiterhin planen wir zusammen mit der GTUG Hamburg ein norddeutsches dreitägiges Google I/O Extended mit Hackathon und Liveübertragung der in San Francisco stattfindenden Google I/O.

JAXenter: Vielen Dank für dieses Gespräch!

Neben seinem dualen Studium und der Softwareentwicklung bei der netDV GmbH beschäftigt sich Matthias Friedrich in seiner Freizeit mit Mobile-Technologien, allen voran Android. Als Mitgründer der GTUG Bremen organisiert er Developer-Events und versucht so den Austausch zwischen Bremer Entwicklern zu fördern. Finden kann man ihn z. B. bei Google+ oder Twitter (@peacei).

Steve Liedtke hat vor Kurzem sein Masterstudium an der Hochschule Bremen im Studiengang „Komplexe Softwaresysteme“ begonnen und arbeitet nebenbei bei der Softwareentwicklungsfirma neusta software development. Er unterstützt neben der Organisation der GTUG Bremen auch andere neue Entwicklergruppen, wie Bremen.js oder den jungen Verein Hackerspace Bremen.

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