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Android 4.4 [Buchtipp]

Android 4.4 Feature
Untertitel

Programmieren für Smartphones und Tablets

Autor

Arno Becker und Marcus Pant

Verlag

dpunkt.verlag

Erschienen

2013

Seiten

554

Preis

39,90 Euro

Sprache

Deutsch

ISBN

978-89864-809-7

Preis

39,90 Euro

Auch wenn es sich um Java handelt, so ist die Android-Programmierung für den Entwickler erst einmal ungewohnt – sind doch diverse Randbedingungen zu beachten und erfolgt die Entwicklung nicht für die bekannte JVM. Und so starten die Autoren erst einmal mit einem kleinen Beispielprojekt, einem Mehrwertsteuerrechner. Nichts Großes, aber genug, um den Leser schon einmal an Themen wie Activities, Layout oder Android-Manifest heranzuführen.

Android-Architektur

Im zweiten Kapitel folgt der theoretische Unterbau, hier bieten die Autoren einen Überblick über die Android-Architektur. In diesem Zusammenhang erläutern sie auch, wie die Programme, übersetzt für die JVM, im Anschluss in das spezielle Format der Dalvik VM transformiert werden müssen. Dank dieser virtuellen Maschine, so die Autoren, spart Google Lizenzkosten. Die Frage, ob die eigene VM primär zwecks Maximierung des Gewinns oder aber aus technischen Gründen erstellt wurde, stellen und beantworten die Autoren nicht.

Android in der Praxis

Der größte Teil des Buchs ist mit „Android in der Praxis“ überschrieben. Themen wie Oberflächengestaltung, Intents und Hintergrundoperationen, Kommunikation, Datenbanken und vieles mehr werden am Beispiel der Applikation „Amando“ ausführlich aufgezeigt. Über diese App kann der Anwender einem anderen seine Position senden und ihm die Navigation zu sich ermöglichen. Beispiel ist ein Ballonfahrer, der seine Abholmannschaft informiert. Geodaten, SMS, Kartendarstellung, Navigation, Kontaktverwaltung sind einige Anforderungen, die alle wichtigen Themen der Android-Programmierung abdecken. Über den speziellen Lebenszyklus von Android-Applikationen erfährt der Leser, wie Android – im Gegensatz zu manch anderem System – auch parallele Anwendungen erlaubt, welche Einschränkungen dabei gelten und warum der Entwickler damit rechnen muss, dass seine App vom System in bestimmten Situationen einfach abgeschossen wird. Da unterscheidet sich eine solche App doch schon recht stark von üblichen Java-Anwendungen.

Warum die Autoren den dritten Teil ihres Buchs „Android für Fortgeschrittene“ genannt haben, ist nicht ersichtlich. Hierbei handelt es sich eher um die Fortsetzung des Praxisteils. Debugging, Test und Vorbereitung für den App Store, das sind Themen, die nicht nur den Fortgeschrittenen interessieren, sondern Basis der (guten) Programmierung bilden.

Fazit

Die Autoren zeigen mit viel Code und Abbildungen, wie der Programmierer/Leser zum Ziel gelangt. Sie liefern auf diesem Wege reichlich Grundlagen und noch mehr Detailinformation. Auch wenn sie mehr Erklärung liefern als im einführenden Beispiel, wendet sich das Buch dennoch überwiegend an den „Nachvollzieher“ als an den „Versteher“. Obwohl sie nicht trocken schreiben, ist es nicht einfach, das Buch in einem Rutsch zu lesen: Das vorliegende Werk entfaltet seine Qualitäten in erster Linie, wenn der Leser zwischendurch Praxisblöcke einschiebt, um das Gelernte gleich selber auszutesten.

Michael Müller

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