Android 2.3: Gingerbread sorgt für Weihnachtsstimmung

Multimedia rockt!

Wie bereits angesprochen, ist es nun möglich, die eventuell vorhandenen verschiedenen Kameras des Devices anzusprechen. Dazu wurde das Camera API um die entsprechenden Funktionalitäten erweitert. Entwickler haben nun die Möglichkeit, die Passende Kamera nach ihren Eigenschaften zu wählen:

For example, a video chat application might want to access a front-facing camera that offers lower-resolution, while a photo application might prefer a back-facing camera that offers higher-resolution.

Wer Wert auf Audio in seinen Applikation legt, der dürfte sich über das neue Audio Effects API freuen. Damit lassen sich Bässe boosten, eine speziell auf Kopfhörer abgestimmte Ausgabe erschaffen und mehrere Audioeffekte mixen.

Neue Medienformate werden übrigens auch unterstützt: das VP8 Videokompressions-Format und WebM sind ebenso mit an Bord wie AAC- und AMR-Encoding.

Mehr Spiele braucht der User

Besonders zahlreich sind Verbesserungen im Gaming-Bereich. Neben performancesteigernden Maßnahmen wie dem neuen Garbage Collector und auf den neuesten Stand gebrachten Video-Treibern sorgt vor allem folgende Tatsache für ein enormes Entgegenkommen für Spieleentwickler: „Applications that use native code can now receive and process input and sensor events directly in their native code.“ Vor allem das Feedback für den Spieler dürfte sich dadurch drastisch steigern lassen.

Doch es gibt noch mehr zum Thema Sensoren zu vermelden:

Android 2.3 adds API support for several new sensor types, including gyroscope, rotation vector, linear acceleration, gravity, and barometer sensors.

Da alle Sensoren in Verbindung gebracht werden können, verspricht das eine größtmögliche Präzision in den Bereichen Dreidimensionalität. So könnte ein Spiel beispielsweise durch die Verbindung des Gyroskops mit dem Accelerometer komplexe Gesten erkennen. Zumindest in der Theorie.

Spieleentwicklern stehen nun ebenfalls Implementierungen der Bibliotheken Khronos OpenSL ES sowie der Khronos EGL für natives Audio- bzw. Grafik-Management zur Verfügung.

Das alles – und noch einiges mehr wie zum Beispiel nativen Zugang zum Activity Lifecycle, dem Window-Management sowie den Asset Manager und Storage Manager APIs – wird vom Android NDK r5 oder höher unterstützt.

Nun in den Bereich der Spekulationen – denn diverse neue Keycodes im System sind definitiv auf das Thema Gaming ausgelegt: von KEYCODE_BUTTON_A bis C über KEYCODE_BUTTON_MODE bis hin zu den Keycode-Buttons L1, L2, R1 und R1. Wurde da etwa für das Playstation-Handy vorgebaut? Die Ausrichtung auf den Spielesektor ist jedenfalls nicht wegzudiskutieren; durchaus denkbar, dass man sich damit bei diversen Herstellern ins Gespräch bringen möchte.

Man sieht also: es hat sich einiges getan. Alle Highlights findet man übrigens auf developer.android.com. Jetzt darf man gespannt sein, welche Highlights vor allem aus dem Spielebereich in der nächsten Zeit auf Android-Nutzer warten – und wie sich das am Ende auf die Zielgruppe auswirken wird.

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