IDC prognostiziert wachsende Zahlen für Wearables

Alles smart: Der Markt für Wearables boomt

Kypriani Sinaris

©Shutterstock/elwynn

Laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts IDC wird 2015 der weltweite Verkauf von Wearables im Vergleich zum Vorjahr um 133.4% steigen. Von Uhren, Armbändern und Kleidung bis hin zu Brillen und Earpieces – das Spektrum für Wearables ist breit. Aber welche dieser Produkte kommen bei den Konsumenten besonders gut an und versprechen damit den größten Marktzuwachs?

Der Worldwide Quarterly Wearable Device Tracker, ein Trendbarometer zu Wearables des IDC, gibt Auskunft darüber, welche Form von Wearables gerade besonders gut beim Konsumenten ankommen. So zeichnete sich im Jahr 2014 ein eindeutiger Trend zu sogenannter Wristwear ab, also allen Geräten, die man am Handgelenk tragen kann, wie Uhren oder Fitnessbänder.

Sogenannte “Smart Wearables“, wie die Apple Watch oder vergleichbare Modelle von Sasmung oder Motorola, können mit Applikationen von Drittanbietern ausgestattet werden und stellen damit einen besonderen Sektor dar. Ihr Markt soll um stolze 510.9% im Jahr 2015 ansteigen, prognostiziert der IDC.

Fitnessbänder, wie jene der Firma Jawbone, sind zwar nicht mit Applikationen auszustatten, sind also sogenannte “Basic Wearables“, aber im Vergleich zu den Uhren relativ preisgünstig zu erwerben. Sie haben zu dem Trend intelligenter Accessoires maßgeblich beigetragen. Ihr Marktanteil wird sich im Vergleich zu dem der Smarten Wearables nicht so stark erhöhen, so die Prognose. Das kann unter anderem an den überschaubaren Funktionen eines solchen Fitnessarmbands liegen. Es zeigt sich nämlich, dass Konsumenten eher wachsendes Interesse an multifunktionalen Smart Wearables wie den Uhren zeigen, trotz ihres hohen Preises.

Insgesamt ist also ein Aufwärtstrend im Sektor Wristwear zu erwarten. Mit einem Marktanteil von 90.4% im Jahr 2014 verspricht er auch für 2015 rosige Aussichten. Der IDC rechnet für dieses Jahr mit einem Marktanteil von 89.2%, bis 2019 mit 80.4%. Welche Form der Wearables ist neben Wristwear die Zukunft?

Konkurrenz für Fitnessbänder und Co.

Perspektivisch soll sich laut IDC das Interesse vor allem auf den Sektor Kleidung verlagern. Hier sieht das Marktforschungsinstitut das meiste Potenzial. So kann es passieren, dass Sie bald ihr Smartphone über Solarzellen, die in Ihrem T-Shirt verbaut sind, aufladen können. Chaoten können Designerteile in ihrem Kleiderschrank mit einem eingearbeiteten Chip vor dem Verschwinden retten, eine damit verbundene App kann diese tracken, egal wie tief sie in einem Kleiderberg verborgen sind.

Der Markt der Wearables ist vergleichsweise jung, Releases wie die der neuen Apple Watch werden ihn wahrscheinlich befeuern. Die Prognose des IDC zeigt aber jetzt schon, dass intelligent verbundene Kleidung, Brillen oder andere Gegenstände des Alltags eine immer größere Rolle spielen werden. JAXenter berichtete bereits über den wachsenden Markt im Bereich IoT. Die Zahl der Entwickler in diesem Segment soll sich bis 2020 auf 4,5 Millionen erhöhen, im Jahr 2014 waren es gerade mal 300.000.

Aufmacherbild: Wearable device concept of digital watch, hand drawing. von Shutterstock / Urheberrecht: elwynn

Verwandte Themen:

Geschrieben von
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris
Kypriani Sinaris studierte Kognitive Linguistik an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Seit 2015 ist sie Redakteurin bei JAXenter und dem Java Magazin.
Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar
4000
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: