Alles ist vernetzt – Qualcomm fördert das "Internet of Everything"

Judith Lungstraß

Haben Sie sich nicht auch schon einmal gewünscht, in Ihrem Wohnzimmer Strg+F drücken zu können, um den verloren gegangenen Autoschlüssel zu finden? Oder das Badewasser bequem von der Couch aus in die Wanne laufen zu lassen? Genau für solche Fälle hat Qualcomm nun eine Java-freundliche Entwicklerplattform vorgestellt. Diese basiert auf dem Qualcomm Gobi QSC6270-Turbo Integrated Chipset und der Idee namens The Internet of Everything – dem Konzept, alltägliche Objekte lesen, erkennen, lokalisieren und ansprechen zu können.

Was auf den ersten Blick nur ganz nett für zu Hause erscheint, ist in Wahrheit in vielerlei Szenarien einsetzbar und bietet Möglichkeiten, die sich uns in ihrer vollen Bedeutung wahrscheinlich noch gar nicht erschließen. Stellen wir uns doch einmal den Anwendungsfall in einem Krankenhaus vor: Wo ist der Patient, der eigentlich in Zimmer 1408 liegen sollte und wo die Pillendose, die aus dem Medizinschrank verschwunden ist? Geht es dem Patienten gut? Sollten wir nicht vielleicht besser den Aufzug deaktivieren, damit er nicht ausbüchsen kann?

Eine völlig neue Generation von verbundenen Apps und Geräten, die all diese Fragen beantworten und anschließend die nötigen Konsequenzen ziehen können, sollen dank der Entwickler-Plattform in den Startlöchern stehen. Hierfür enthält diese eine ganze Reihe an Sensoren und Indikatoren, wie beispielsweise einen Akzelerometer, einen Licht- und einen Temperatursensor.

Da die Qualcomm-Plattform Java ME Embedded 3.2 unterstützt, kann man Java-Anwendungen direkt auf dem QSC6270-Turbo Chip Set laufen lassen. Dieses bietet weiterhin Anwendungsumgebungen mit Zugang zu 3G-Modem Hardware, GPS-Funktionen und Support für tri-band UMTS/HSDPA (2100/1900/850 MHz) sowie quad-band GSM (850/900/1800/1900 MHz).

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Judith Lungstraß
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