Teil 3: Umfrage zum zwanzigsten Geburtstag von Java

„Alle wissen, dass Java das Ding mit der Kaffeetasse ist“

Redaktion JAXenter

©Shutterstock/Beatricee

Wer Java kennt, kennt auch die Kaffeetasse: Sie gehören einfach zusammen. Und wer in den letzten Jahrzehnten ein paar mal Radio gehört hat, der kennt wohl auch „Waterloo“ von Abba. Wie das jetzt zusammenpasst, fragen Sie sich? Das erklärt Ihnen Angelika Langer, die wir im Rahmen unserer Java-Geburtstagsumfrage nach Ihren Erfahrungen mit der Programmiersprache gefragt haben.

JAXenter: Wann war das erste Mal, als du sagtest: „Verdammt, Java ist ja wirklich cool!“

Angelika Langer: 1995. Wir haben zu jener Zeit in den USA gearbeitet. Das Internet war cool und damit war Java cool. Denn Java war die erste und damals die einzige Sprache, die das Internet unterstützt hat – u. a. mit Applets. Lächerlich eigentlich – von heute aus betrachtet. Kein Mensch benutzt heutzutage noch Applets – aber damals war Java cool und sexy.

JAXenter: Hand aufs Herz: Welches war dein schwärzester Java-Moment?

Angelika Langer: Ein Workshop in Rapperswil, in dem wir den Performancegewinn durch Parallelisierung (mit Fork/Join, glaube ich) in Java zeigen wollten. Alle Benchmarks waren perfekt vorbereitet und getestet; aber leider stellte sich heraus, dass nur ein einziger Teilnehmer eine Hardware mitgebracht hatte, die der unseren ähnelte. Alle anderen Workshopteilnehmer haben konsistent andere Ergebnisse erhalten. Das hat uns zu denken gegeben … Das Performancemodell von Java betreffend … und Benchmarks im Allgemeinen.

JAXenter: Wie lauten die ersten Worte deiner Geburtstagsrede für Java?

Angelika Langer: Ich kann mich nicht mehr erinnern, was die ersten Worte meiner Geburtstagsrede waren. (Ich habe im Mai eine Java-Laudatio auf der GeeCON in Krakau gehalten.) „Happy Birthday“ kam sicher darin vor. Und das Schlusswort war sinngemäß: „Auf die nächsten zwanzig Jahre!“

JAXenter: Nach zwanzig Jahren ist mal eine echte Aussprache fällig; ihr seht euch tief in die Augen – was würde Java über dich und deinen Programmierstil sagen?

Angelika Langer: „Take it easy, Babe. “

JAXenter: Zu einer guten Geburtstagsparty gehört auch Musik; wenn Java also ein Popsong wäre – welcher?

Angelika Langer: Irgendwas von Abba. „Waterloo“ vielleicht. Ein Ohrwurm, den jeder mag – vom zwangsgeldfinanzierten Rundfunk in Deutschland bis zur Dragqueeen im Outback von Australien. Und dabei ist völlig egal, dass man das arme Kaff in Belgien einfach mal falsch ausspricht – alles egal – jeder mag es. Und genauso ist Java. Selbst die Architekten im Freundeskreis, die eher den höheren Künsten als dem schnöden Ingenieurwesen zugeneigt sind (ich meine echte Architekten, die atemberaubende Gebäude entwerfen – keine Softwarearchitekten) … also selbst diese Architekten wissen, dass Java das Ding mit der Kaffeetasse ist, wo man immer so lästige Updates aufgedrängt bekommt – O-Ton aus meinem Freundeskreis. Als Java-Experte muss ich mich für sowas rechtfertigen. Peinlich, aber auch irgendwie gut. Jeder kennt Java.

Angelika Langer arbeitet selbstständig als Trainer mit einem eigenen Curriculum von Java- und C++-Kursen. Kontakt: http://www.AngelikaLanger.com.

Was sagt die Community?

Im dritten Teil der Serie kommen unsere Leser Louisa Isleib und Jochen Stein zu Wort.

JAXenter: Wann war das erste Mal, als du sagtest: „Verdammt, Java ist ja wirklich cool!“

Louisa Isleib: Während meines Studiums fing es an. Studiert habe ich Mathematik – aber es gab auch praxisnahe Seminare in Java. Jahre später wollte ich mir C++ näher anschauen, aber hey: „Java ist ja wirklich cool!“

JAXenter: Hand aufs Herz: Welches war dein schwärzester Java-Moment?

Louisa Isleib: Als ich feststellen musste, dass ich beim Studium nur einen Bruchteil dessen gelernt habe, was Java ausmacht.

JAXenter: Wie lauten die ersten Worte deiner Geburtstagsrede für Java?

Louisa Isleib: Liebes Java, danke, dass du mir mein Leben so viel einfacher machst. Ich wünsche dir noch viele weitere, spannende Jahre …!

JAXenter: Nach zwanzig Jahren ist mal eine echte Aussprache fällig; ihr seht euch tief in die Augen – was würde Java über dich und deinen Programmierstil sagen?

Louisa Isleib: Hey, sie mag die Objektorientierung wirklich. Es gibt ja immer irgendetwas, was nicht von mir genutzt wird, in ihrem Fall scheinen es die „Interfaces“ zu sein. Da ist sie doch etwas zurückhaltend.

Jochen Stein: Nicht schön, aber selten …

JAXenter: Zu einer guten Geburtstagsparty gehört auch Musik; wenn Java also ein Popsong wäre – welcher?

Louisa Isleib: John Bon Jovi – „It’s my life“.

Jochen Stein: Laing – „Maschinell“.

Wir bedanken uns für die Teilnahme!

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Aufmacherbild: hand held microphone for interview von Shutterstock / Urheberrecht: Beatricee

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