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Raspberry Pi Foundation warnt vor gefälschten Cases

Inside IoT: Alexa Voice Service in Deutschland, bessere Autos von Waymo & Cocktails mit Raspberry Pi

Mascha Schnellbacher

© Shutterstock.com / Svetlana Turchenick

Die Highlights aus dem IoT-Universum. In dieser Woche kommt der Alexa Voice Service nach Deutschland, die Raspberry Pi Foundation warnt vor gefälschten Cases und die selbstfahrenden Autos von Googles Tochter Waymo werden immer besser. Außerdem sorgte eine Super-Bowl-Werbung für aktive Google Homes und wir zeigen euch, wie man einen Raspberry Pi zum Mixen von Cocktails einsetzen kann.

Auch in dieser Woche gibt es wieder spannende Entwicklungen im Internet of Things zu beobachten. Die wichtigsten News und Stories sind hier zusammengefasst.

Alexa Voice Service kommt nach Deutschland

Entwickler in Deutschland können sich freuen: Der Alexa Voice Service (AVS) ist jetzt endlich auch hierzulande erhältlich. Mit AVS lässt sich Amazons Sprachdienst Alexa über offene APIs in Endgeräten integrieren. Viel braucht es dazu nicht, lediglich ein paar Zeilen Code sind von Nöten. Mögliche Anwendungsszenarien sind beispielsweise ein WLAN-Wecker, der Anfragen wie „Welche Termine habe ich heute?“ an Alexa versteht oder ein Auto mit Alexa-Knopf am Lenkrad, über den Befehle wie „Lies mir mein Buch vor“ möglich sind.

Da Alexa cloudbasiert ist und über AWS ständig lernt, wird der Sprachassistent immer besser. Neue Funktionalitäten (Skills) können auch nachträglich von Entwicklern hinzugefügt werden. Wer Alexa einmal ausprobieren möchte, ohne sich dafür einen Echo oder Dot zu kaufen, kann das über die Plattform echoism.io tun. Mehr Informationen zu echoism.io und Alexa Voice Service gibt es im Amazon-Developer-Blog.

Raspberry Pi Foundation warnt vor gefälschten Cases

Cases für den Raspberry Pi gibt es ja viele. Doch so mancher Entwickler setzt natürlich auf das Original der Raspberry Pi Foundation, immerhin weiß man, was man bekommt und tut der gemeinnützigen Organisation auch noch was Gutes. Kommt ja alles der Community zugute.

Jetzt sind allerdings Fälscher aus China auf den Himbeergeschmack gekommen und vertreiben gefälschte Cases. Das ist natürlich unschön, da so zum einen eine Einnahmequelle wegfällt und zum anderen die Cases nicht so gut wie die echten verarbeitet sind. Zum Vergleich einmal die beiden Cases nebeneinander:

Links: das gefälschte Case; rechts: das echte Case

Links: das gefälschte Case; rechts: das echte Case

Also Augen auf beim Raspi-Case-Kauf!

Waymo: Selbstfahrende Autos werden immer besser

2016 war für Google bzw. seine Tochter Waymo ein durchaus gutes Jahr: Der jährliche „Autonomous Vehicle Disengagement“-Report des California Department of Motor Vehicles bescheinigt signifikante Verbesserungen in puncto Sicherheit und Effizienz. Der Report überprüft die Anzahl von sog. Disengagements, die während der Testfahrten von autonomen Fahrzeugen auftreten. Disengagements sind Fälle, bei denen der Fahrer manuell eingreift, um beispielsweise die Fahrtrichtung zu korrigieren.

Laut Report haben die Fahrzeuge von Waymo 2016 rund eine Million Kilometer zurückgelegt und währenddessen 124 Mal auf den Einsatz eines menschlichen Fahrers zurückgreifen müssen. Im Vergleich zu 2015 ein deutlicher Fortschritt: Bei einer Wegstrecke von knapp 600.000 Kilometern verzeichnete man damals 341 Disengagements. Somit kommen auf 1.000 Meilen (ca. 1600 km) nur noch 0,2 Eingriffe durch den Fahrer. Dmitri Dolgov, Chef von Waymos Self-Driving-Technologie, sieht jedes Disengagement als positiv an, da sich Machine-Learning-Systeme mit jedem neuen Datensatz verbesserten.

Super-Bowl-Werbung sorgt für aktive Google Homes

Mensch, was war das für eine Aufholjagd der New England Patriots am Sonntagabend! Und dann auch noch Lady Gaga in der Halbzeitshow, der helle Wahnsinn! Während des Spiels gab es naturgemäß auch eine ganze Menge Werbung, so zum Beispiel auch für Googles smarten Heimassistenten Google Home.

Das führte dann bei vielen Zuschauern zu einer Aktivierung ihres eigenen Google Home – ärgerlich für die User, aber ein guter Werbeeffekt für Google. Um so etwas in Zukunft zu vermeiden, gibt’s übrigens einen ganz einfachen Trick: Den Schalter fürs Mikrofon an der Rückseite des Geräts deaktivieren. Im Gegensatz zu Amazon Alexa lassen sich die Wake Words „OK Google“ und „Hey Google“ bei Google Home nämlich (noch) nicht ändern.

Cocktails mit Raspberry Pi

Zum Abschluss des Tages einen leckeren Cocktail schlürfen? Hört sich nach einem gelungenen Ausklang an, oder? Maker Thomas sxt hat auf hackster.io eine Anleitung gestellt, wie man mit einem Raspberry Pi eine automatisierte Cocktailmaschine mit einer grafischen Benutzeroberfläche erstellen kann. Benötigte Komponenten sind ein Raspberry Pi 2 Model B, eine Wasserpumpe, Relays für jedes Getränk, ein Leitungsrohr, ein Touchscreen und eine SD-Karte.

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Geschrieben von
Mascha Schnellbacher
Mascha Schnellbacher
Mascha Schnellbacher studierte Buchwissenschaft und Deutsche Philologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Seit Juni 2015 arbeitet sie als Redakteurin in der Redaktion des Entwickler Magazins bei Software & Support Media. Zuvor war sie als Lektorin in einem Verlag sowie als freie Editorin tätig.
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