Die Finalisten der JAX Innovation Awards 2014

Akka – reaktive Anwendungen auf der JVM

Hartmut Schlosser

Das Ereignis-getriebene Anwendungs-Framework Akka steht im Finale der JAX Innovation Awards 2014. Wir haben Akka-Erfinder Jonas Bonér gebeten, uns das Projekt vorzustellen. Jonas gibt Ein- und Ausblicke in die Akka-Entwicklung und verrät uns, warum offene Technologien seiner Meinung nach beste Voraussetzungen für eine innovative IT bieten.

JAX Innovation Awards 2014

Bis zum 12. Mai können Sie noch am Community Voting teilnehmen! Einfach auf http://jax.de/awards2014/ gehen und mitvoten!

Die Finalisten sind:

Most Innovative Java Technology: Atmosphere Framework, Frege Language, Neo4j graph database, Spring Boot, Vert.x
Most Innovative Open Technology: Akka, Docker, NGINX, openHAB, RoboVM
Most Innovative Open Tech Business: CloudBees, Hazelcast, JFrog, Neo Technology, Ohloh

Stimmen Sie ab!

JAXenter: Was ist Akka?

Jonas Bonér: Akka ist ein Open Source Toolkit für das Entwickeln hochgradig nebenläufiger, verteilter und ausfallsicherer, Ereignis-getriebener Anwendungen auf der JVM. Akka wurde mit dem Ziel entworfen, es Entwicklern einfacher zu gestalten, hochqualitative Software zu bauen, die den harten Anforderungen der heutigen Zeit standhält: Mobile, Cloud, Multicore, massive Nutzung und eine zunehmend ungeduldige Userschaft, die Interaktivität in Echtzeit fordert.

JAXenter: Welche Probleme löst Akka?

Jonas Bonér: Die Anforderungen an eine Software haben sich in den letzten Jahren dramatisch verändert. Erst vor wenigen Jahren benötigte eine große Anwendung dutzende von Servern, sekundenlange Reaktionszeiten, stundenlange Offline-Zeiten aufgrund von Wartungsarbeiten sowie Datenvolumen in der Gigabyte-Höhe. Heutzutage werden Anwendungen auf allen möglichen Devices deployed, von mobilen Geräten bis zu Cloud-basierenden Cluster, die tausende von Multicore-Prozessoren verwenden, während Nutzer heutzutage sofort bedient werden möchten: Response-Zeiten unter einer Sekunde und nahezu 100%ige Betriebszeiten werden erwartet. Anwendungen müssen demnach heute reaktiv sein – wie definiert im Reactive Manifesto: http://www.reactivemanifesto.org/. Akka erlaubt es Entwicklern, Anwendungen zu schreiben, die die vier Merkmale reaktiver Anwendungen in sich tragen: ergebnisgesteuert, skalierbar, ausfallsicher und reaktionsschnell.

JAXenter: Wer benutzt hauptsächlich Akka?

Jonas Bonér: Unsere Nutzer verteilen sich in viele vertikale Branchen und Industriezweige, sei es im Finanzwesen, in der Medienindustrie, im Einzelhandel, Social-Media-Bereich, in Wettbüros, in der Spiele-Industrie oder im Internet der Dinge. Darunter befinden sich Unternehmen wie Amazon, Autodesk, Cisco, Credit Suisse, UBS, BBC, The Guardian, Huffington Post, Klout und Twitter.

JAXenter: Was steht als nächstes auf Eurer Roadmap?

Jonas Bonér: Wir haben viele aufregende Dinge in der Pipeline, unter anderem:

  • die Finalisierung der Akka Streams, unserer Implementierung der Reactive-Streams-Spezifikation (http://reactive-streams.org).
  • die Fertigstellung des Akka HTTP Moduls, das eine Verschmelzung von Akka mit dem Spray-Projekt bringt.
  • Verbesserungen der Akka Cluster und Akka Persistence Features.
  • Experimente in Richtung einer Microservices-Architektur in Akka.

JAXenter: Wieso sind offene Technologie wichtig für eine innovative IT?

Jonas Bonér: Einer der Hauptgründe, weshalb ich begeistert von Open Source bin, ist, dass Open Source ein neuer Weg ist, um Innovation zu erreichen, der sich von der herkömmlichen Herangehensweise absetzt. Anstatt Software-Design einem Komitee anzuvertrauen, in dem die Anbieter das Sagen haben, und Spezifikationen auf Whiteboards zu definieren, wird Open Source von echten Anforderungen und Problemstellen getrieben, die Entwickler hier und jetzt auf pragmatische Art und Weise zu lösen versuchen. 

Die Offenheit und der Aspekt der kollaborativen Entwicklung bewirken, dass sich sehr früh nur die besten Ideen, Lösungen und Implementierungen durchsetzen. Ein anderer Vorteil von Open Source besteht darin, dass Lösungen von einer leidenschaftlichen Community gestützt werden, die sicherstellt, dass sowohl neue Ideen als auch Bugfixes im Projekt ankommen, und dass Anfängern Hilfestellung geleistet werden kann, was die Verbreitung des Projektes und die Community darum herum weiter steigert. Sowohl die Produktionstauglichkeit wird stets unter Beweis gestellt, als auch Innovationen ermöglicht. Das ist der schnellste Weg zu Spezifikationen, die tatsächlich die Probleme lösen, die die Leute da draußen haben.

Geschrieben von
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Content-Stratege, IT-Redakteur, Storyteller – als Online-Teamlead bei S&S Media ist Hartmut Schlosser immer auf der Suche nach der Geschichte hinter der News. SEO und KPIs isst er zum Frühstück. Satt machen ihn kreative Aktionen, die den Leser bewegen. @hschlosser
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