Was hat sich in der agilen Welt getan?

Agile & DevOp Trends: Die Ergebnisse des 12. State of Agile Report

Katharina Degenmann

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Der 12. State of Agile Report ist da und gibt einen Einblick in die Trends der agilen Welt. Wie die diesjährigen Daten zeigen, ist Scrum nach wie vor die am häufigsten verwendete Methode. Außerdem wird die Frage beleuchtet, ob DevOps auf dem Vormarsch ist.

Seit bereits 12 Jahren sammelt VersionOne mit dem State of Agile Report Feedback von agilen Entwicklern. Die Fragen befassen sich nicht nur mit den meist genutzten und beliebtesten agilen Methoden, sondern widmen sich auch der Verbreitung agiler Methoden in Unternehmen und der Kundenzufriedenheit, die durch agiles Arbeitsweisen erreicht wird. Außerdem wird inzwischen auch nach DevOps gefragt.

Der 12. State of Agile Report

In diesem Jahr haben 1492 Personen am Survey teilgenommen, 22 Prozent davon waren Kunden des durchführenden Unternehmens VersionOne. Die Befragung wurde zwischen August und Dezember 2017 durchgeführt. Mit 34 Prozent stellen Scrum Master und interne Coaches die größte Gruppe unter den Teilnehmern dar, gefolgt von Projekt- und Programm-Managern (14 Prozent). Betrachtet man die Branchenauswahl, arbeiten die meisten Befragten (24 Prozent) in der Tech-Branche und in der Finanzdienstleistung (17 Prozent). Zudem stammen 55 Prozent der befragten Agile-Entwickler aus den USA und 27 Prozent aus Europa.

Agile Methoden im Trend

Die Akzeptanz agiler Methoden wächst zusehens, und so gaben 97 Prozent (93 Prozent im letzten Jahr) der Befragten an, dass sie mit agilen Entwicklungsmethoden arbeiten. 52 Prozent sagten zudem, dass mehr als die Hälfte der Teams in ihrem Unternehmen mit agilen Methoden arbeiten. Den größten Vorteil in der Verwendung agiler Methoden sahen die Befragten in den verbesserten Möglichkeit, auch auf kurzfristige Prioritätenänderungen einzugehen (71 Prozent), sowie in der erhöhten Übersicht (66 Prozent) und in der Business-/IT-Ausrichtung (65 Prozent).

90 Prozent verwenden Daily Standups als agile Arbeitsmethode; bei 88 Prozent ist die Planung von Iteration eine eingesetzte Arbeitsmethode. In kurzen Iterationen arbeiten jedoch nur 69 Prozent der Umfrageteilnehmer.

Agile Trends und Tools

Die am häufigsten genutzte agile Methode bleibt Scrum und wird laut Survey von 56 Prozent (im vergangenen Jahr noch 58 Prozent) der Entwickler genutzt. Mit weitem Abstand folgen hybride Methoden (14 Prozent) und ScrumBan (8 Prozent).

Das am meisten verwendete Management-Tool für agile Projekte ist auch in diesem Jahr Atlassian/JIRA, gefolgt von Microsoft Excel. Im 11. State of Agile Report aus dem Vorjahr gaben 53 Prozent der Teilnehmer an, Atlassian/JIRA als Mangament-Tool zu verwenden, in diesem Jahr waren es bereits 58 Prozent.

DevOps auf dem Vormarsch?

Im aktuellen Report halten insgesamt 65 Prozent der Befragten die DevOps-Transformation für wichtig (32 Prozent) oder sogar sehr wichtig (33 Prozent). Zudem haben 71 Prozent angegeben, dass in ihrem Unternehmen bereits eine DevOps-Initiative existiert oder für die nächsten 12 Monaten geplant ist. Das Interessante ist hierbei, dass diese Zahl identisch mit dem Ergebnis des letzten Jahres ist.

Den größten Erfolg in der Transformation zu DevOps sahen die Teilnehmer des Survey unter anderem in einer schnelleren Organisation (58 Prozent), in einer verbesserten Qualität (51 Prozent) und in der Risikominimierung (41 Prozent).

Die Aussagekraft des Reports

Beachtet werden muss beim Blick auf die Daten, dass bei manchen Fragen unklar bleibt, wie sich die Werte zusammensetzen und ob im Vorjahr dieselbe Fragestellung verwendet wurde. Die Entwicklung der agilen Methoden bleibt dennoch in Bewegung, und der Vergleich zwischen den einzelnen Jahren liefert einige relevante Einblicke in allgemeine Trends.

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Geschrieben von
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann
Katharina Degenmann studiert Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Seit Februar 2018 arbeitet sie in der Redaktion der Software & Support Media GmbH. Nebenbei ist sie als freie Journalistin tätig, ihre ersten redaktionellen Erfahrungen hat sie bei einem regionalen Radiosender gesammelt.
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