Absolute Mehrheit für Software-Modellierer

Hartmut Schlosser

Kodieren Sie noch oder modellieren Sie schon? So hatten wir in unserem letzten Quickvote auf JAXenter gefragt. Das Ergebnis zeigt, dass die Einstellung der JAXenter-Leser zu Software-Modellierung recht geteilt ist. Die meisten Leser (30%) haben sich zwar für die Option entschieden, der Ansatz der modellgetriebenen Softwareentwicklung sei gescheitert. Doch 22 % interessieren sich privat für MDSD, für 17% ist MDSD eine gute Ergänzung, 14% verwenden MDSD in großem Stil.

Zählt man also die Stimmen zusammen, die eine positive Einstellung zu MDSD auszudrücken, kommt man auf satte 53% Pro-Modeling-Voter.

Das Ergebnis:

  • Der MDSD-Ansatz ist im Grunde gescheitert: Der spätere Aufwand mit automatisch generiertem Code ist so hoch, dass ich auch gleich alles händisch machen kann. (30%)
  • MDSD interessiert mich zwar privat, kommt aber in meinem Arbeitsalltag kaum vor. (22%)
  • MDSD ist an einigen Stellen eine gute Ergänzung zu meiner traditionellen Kodierarbeit. (17%)
  • Ich verwende Ansätze der modellgetriebenen Softwareentwicklung in großem Stil in meinen Projekten. (14%)
  • Was ist MDSD? (12%)
  • Die Lernkurve für MDSD ist so steil, dass sich der Einsatz kaum lohnt. (5%)

Teilnehmer: 306

Und was ist mit den 5%, die die Lernkurve für MDSD für zu steil halten? Eike Stepper, Project Lead des CDO Model Repository, dazu im Interview mit JAXenter:

Ich glaube, man muss sich auch einfach mal von der verlockenden Vorstellung verabschieden, dass die Lösungen für komplexe Probleme in jedem Falle simpel sind. Ich kenne sehr viele Modeling User, welche alle diese Hürden innerhalb einiger weniger Tage genommen haben. Wenn lediglich 5% dies nicht schaffen, bin ich damit sogar ganz zufrieden. Dies dürfte ungefähr gleich dem Anteil an der Gesamtentwicklerschaft sein, der generell keine anspruchsvollen Probleme lösen kann. Eike Stepper

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Hartmut Schlosser
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