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Aus dem Entwicklernähkästchen

9 Antworten auf die Frage: Welche neue Technologie/welches Tool ist dir 2014 besonders aufgefallen?

Hartmut Schlosser

Aus dem Entwickler-Nähkästchen plaudern Java-Entwickler aller Couleur über ihre persönlichen Erfahrungen mit der „beliebtesten Programmiersprache der Welt“. Heute stellen wir die Frage:

Dein Geheimtipp: Welche neue Technologie/welches Tool ist dir 2014 besonders aufgefallen?

Ich kann mich wieder nicht auf ein Tool beschränken. Jailer: Du willst alles Datensätze aus allen Tabellen haben, die einen bestimmten Datensatz referenzieren? Jailer ist dein Tool. Hilfreich bei der Fehler- und Datenanalyse und beim Zusammenstellen von Testdaten. Release It & Hystrix: Eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe, ist Release-IT. Absolute Pflichtlektüre für jeden, der für nicht triviale Systeme verantwortlich ist. Hystrix implementiert Patterns, die in diesem Buch vorgestellt werden und die dem Entkoppeln von Systembestandteilen bzw. unterschiedlichen Systemen dienen. Gerade in einer Zeit, in der jeder von Microservices redet, sollte man diese Bibliothek und die Theorie dahinter kennen. Und dann gibt es da natürlich mein eigenes kleines Open-Source-Projekt Degraph. Es erlaubt, Abhängigkeiten zwischen Packages und Gruppen von Packages, so genannten Slices, zu visualisieren und mit JUnit Tests zu testen. Hat mir in meinen Projekten schon mehrfach geholfen. Jens Schauder (T-Systems, JUG Ostfalen)

 

Das ist sicher kein Geheimtipp mehr: Elasticsearch. Die Lösung, wenn man große Datenmenge in Echtzeit analysieren möchte. Wer gern mit seinen Logfiles ein bisschen schneller zum Ziel kommen will, sollte sich auch Graylog2 angucken (Disclaimer: Ich habe letztes Jahr daran mitgearbeitet). Oliver Zeigermann (zeigermann.eu)

 

Das Schlagwort IoT fällt immer häufiger. Es ist zwar keine Technologie, aber ein Trend, der in den kommenden Jahren unser tägliches Leben erheblich verändern wird.  In diesem Sinne werden auch Technologien Einzug halten, die für viele von uns ein Umdenken erfordern. Uwe Sauerbrei (Sauerbrei IT Consult, JUG Hamburg)

 

 

Es war im vergangenen Jahr kaum möglich, nicht mit Docker konfrontiert zu werden. Ich kann den großen Hype aber nicht ganz nachvollziehen. Noch viel weniger kann ich mit Aussagen, die Behaupten, dass der Applikationsserver tot sei, etwas anfangen. In dem Umfeld, in dem ich mich beratungs- und entwicklungsmäßig bewege (klassische Mittel- und Großunternehmen), ist der Applikationsserver wichtiger denn je. „Der Applikationsserver ist tot, hoch lebe der Applikationsserver!“, kann es demnächst nur heißen. Docker ist eine interessante Plattform, aber sicherlich nicht die Lösung für alles, so wie es manche predigen. Bernhard Löwenstein (javatraining.at)

 

 

Spring Boot ist eine absolut spannende Nummer, vor allem zusammen mit Spring Cloud. Ich bin gespannt, wohin dieser Zug fährt. Joachim Arrasz (synyx GmbH & Co. KG, @arrasz)

 

 

Hier ist es gar nicht so einfach, sich auf nur wenige Technologien zu beschränken. 2014 ist so viel passiert. Wenn ich mich aber entscheiden müsste, wäre das mit Sicherheit JavaScript, AngularJS, Grunt und Karma. Diese Technologien haben meine tägliche Arbeit stark beeinflusst und verändert. Martin Dilger (Effective Trainings & Consulting)

 

Spring Boot ist trotz seiner kurzen Existenz gut nutzbar und macht einen stabilen Eindruck. Die Idee hinter Spring Boot, die Spring Projekte „magisch“ miteinander zu kombinieren, gefällt mir sehr gut, auch wenn es – bei nicht ausreichender Kenntnis der zugrunde liegenden einzelnen Projekte – schnell zur mächtigen Waffe in falschen Händen werden kann. Privat gefällt mir JHipster sehr gut. Das Projekt ist sehr innovativ und kombiniert verschiedene Technologien und Konzepte (bspw. Best-Practices durch Code-Generierung) in einzigartiger Weise. Außerdem wird hier der Brückenschlag zwischen (AngularJS-)JavaScript auf dem Client und (Spring Boot-)Java auf dem Server sinnvoll geschlagen. Alexander Culum (DekaBank, Leader JUG Frankfurt)

 

 

2014 habe ich mich mit Frege beschäftigt: einem Haskell für die JVM. Das ist eine fundamental andere Art zu programmieren. Ich untersuche gerade deren Potential für die Einbindung in bestehende Java Applikationen. Das Wort ist abgegriffen, aber dieses Thema ist tatsächlich „spannend“, weil man nicht weiß, wie es ausgeht. Dierk König (Canoo Engineering AG)

 

Ich habe mich 2014 hauptsächlich mit der asynchronen und nicht-blockierenden I/O-Bearbeitung beschäftigt, was sicherlich kein Geheimtipp 2014 mehr war. Dennoch habe ich sehr viel Freude mit Avatar und Nodyn gehabt, beides Node.js-Implementierungen für die JVM, die die Node-API nahezu vollständig abbilden wollen. In dem Zusammenhang habe ich mich dann auch noch intensiver mit Vert.x auseinandergesetzt, was ja das gleiche Programmiermodell wie Node verwendet, jedoch polyglott ist, ein eigenes API hat und sich auch noch über mehrere Knoten hinweg sehr einfach verteilen lässt. Damit einhergehend durfte ich mich auch mit aktuellen Caching-Technologien und dem JSR-107 auseinandersetzen. Niko Köbler (Qualitects Group)

 

 

 

 

 

Geschrieben von
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Content-Stratege, IT-Redakteur, Storyteller – als Online-Teamlead bei S&S Media ist Hartmut Schlosser immer auf der Suche nach der Geschichte hinter der News. SEO und KPIs isst er zum Frühstück. Satt machen ihn kreative Aktionen, die den Leser bewegen. @hschlosser
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