Aus dem Entwicklernähkästchen

9 Antworten auf die Frage: Was wünschst du der Java-Plattform für die nächsten Jahre?

Hartmut Schlosser

(c) Shutterstock/Javier Brosch

Aus dem Entwickler-Nähkästchen plaudern Java-Entwickler aller Couleur über ihre persönlichen Erfahrungen mit der „beliebtesten Programmiersprache der Welt“. Heute stellen wir die Frage:

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Java wird 20. Was wünschst du der Sprache bzw. der Java-Plattform für die nächsten Jahre?

So viel Stabilität wie in der Vergangenheit und mehr Mut zu Neuem. Jens Schauder (T-Systems, JUG Ostfalen)

 

Java ist immer noch eine relativ einfache Sprache. Komplexe Sprachkonstrukte, deren praktischer Nutzen zweifelhaft ist, sollten auch in Zukunft ausgelassen werden. Die JVM als Plattform sollte sich noch weiter für andere Sprachen als Java öffnen. Die Richtung stimmt hier aber schon. Oliver Zeigermann (zeigermann.eu)

 

Java hat inzwischen eine gewaltige Eigendynamik bekommen. Für die Zukunft wünsche ich der Sprache eine vernünftige Modularisierung und Orientierung an den Bedürfnissen einer immer heterogeneren (kann man das steigern?) Industrie. Uwe Sauerbrei (Sauerbrei IT Consult, JUG Hamburg)

 

Mit 20 Jahren hat man die ersten großen Räusche inkl. darauffolgender Katertage üblicherweise schon hinter sich. Ich denke, das ist eine passende Metapher für die Historie von Java. Mit 20 Jahren blickt man zuversichtlich in die Zukunft. Meiner Meinung nach kann das Java auch machen. Was wünscht man einem Zwanzigjährigem für seinen weiteren Lebensweg? Love (durch die Community), Peace (auf unserem Planeten) und Happiness (seiner Enwickler)! Bernhard Löwenstein (javatraining.at)

 

Stabilität, Kontinuität und dass die Führung die gleiche bleibt. Die letzten Jahre waren eindeutig gute Jahre in der Entwicklung von Java, wenn manches auch vielleicht hätte schneller gehen können. Joachim Arrasz (synyx GmbH & Co. KG, @arrasz)

 

Ich wünsche alles Gute und hoffe, dass wir so gute Freunde bleiben, wie wir heute sind. Wir sprechen die gleiche Sprache. Java – du bist echt in Ordnung! Martin Dilger (Effective Trainings & Consulting)

 

Ich bin sehr zufrieden mit Java als Sprache und der JVM als Plattform. Beide ermöglichen mir, robuste, performante und wartbare Software zu schreiben, mich gleichzeitig mit neuen Sprachen und Konzepten zu beschäftigen und mich in einer exzellenten, erfahrenen Community zu bewegen.

Ich würde meinen Wunsch dreiteilen: Java wünsche ich, dass die Sprache weiterhin einfach bleibt und trotzdem wichtige Konzepte und Innovationen aus anderen Sprachen adaptiert – wie mit Java 8 geschehen. Der JVM wünsche ich, dass diese weiterhin eine Plattform für neue Sprachen und Konzepte bietet und ihren Wirkungskreis auch zukünftig immer erweitert, was beispielsweise im IoT-Universum schon sehr gut gelungen ist, und der Community wünsche ich, dass diese weiterhin so aktiv, professionell und motiviert bleibt, damit wir den Anschluß an den neuen alten Mitspieler JavaScript nicht verlieren. Alexander Culum (DekaBank, JUG Frankfurt)

 

Was man guten Freunden zum Geburtstag wünscht: „Bleib wie’d bisch!“ Dierk König (Canoo Engineering AG)

 

Die Sprache sollte sich inkrementeller und in kürzeren Iterationen weiterentwickeln. D.h. nicht immer über eineinhalb Jahre warten, bis es eine neue Major-Version mit neuen Features gibt, sondern auch zwischen den Major-Releases mit neuen Features auf den Markt kommen. Sicherlich nicht einfach, wenn man Standards und Kompatibilitäten berücksichtigen muss. Aber Herausforderungen sind ja zum Lösen da. Vielleicht gelingt es auch, den Boilerplate-Code noch weiter zu reduzieren. Das wäre sicherlich in jedermanns Interesse. Die Plattform wird sich weiter für andere Sprachen öffnen. Momentan geschieht das für die Skriptsprachen, und wer weiß, was noch so alles passiert. Die JVM hat das Zeug, zu DER Basisplattform für viele Sprachen zu werden. Niko Köbler (Qualitects Group)

  Aufmacherbild: dog toasting behind white blank banner or placard von Shutterstock/ Urheberrecht: Javier Brosch 

Geschrieben von
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser ist Redakteur und Online-Koordinator bei Software & Support Media. Seine Spezialgebiete liegen bei Java-Enterprise-Technologien, JavaFX, Eclipse und DevOps. Vor seiner Tätigkeit bei S & S Media studierte er Musik, Informatik, französische Philologie und Ethnologie.
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