„Nobody is perfect“ – aber man kann es versuchen

8 Gewohnheiten erfolgreicher Entwickler

Michael Thomas

© Shutterstock.com/Ollyy

Eine nicht nur auf JAXenter immer wieder aufgegriffene Frage lautet, was einen wirklich guten bzw. erfolgreichen Entwickler ausmacht. In einem aktuellen Blogpost steuert Josh Anderson, Online Marketing Director bei dem auf UI-Entwicklungstools spezialisierten Softwareunternehmen Infragistics, dieser Diskussion eine Liste der seiner Ansicht nach wichtigsten Gewohnheiten bzw. Eigenschaften bei.

1. Testen, testen, testen

Entdeckt man einen Bug bereits zu Beginn eines Projekts, so ist seine Beseitigung deutlich schneller, einfacher und billiger, als wenn man erst in den letzten Zügen der Entwicklung auf ihn trifft. Aus diesem Grund betrachtet Anderson konstante Tests, beispielsweise in Form automatisierter Modultests, als integralen Bestandteil eines jeden erfolgreichen Projekts.

2. Prototypen und Wireframes

Bevor man die erste Zeile Code in die Tastatur hackt, sollte man sich auch wirklich darüber im Klaren sein, was man eigentlich entwickeln möchte. Prototypen und Wireframes können, so Anderson, sowohl den Entwicklern als auch den Stakeholdern dabei helfen, sich zumindest ein halbwegs genaues Bild davon zu machen, wohin die Reise gehen soll. Eine so früh wie möglich begonnene Diskussion über die zu implementierenden Features zeigt zudem frühzeitig eventuelle Fallstricke im Entwicklungsprozess auf.

Lesen Sie auch: 9 schlechte Programmiererangewohnheiten (die eigentlich jeder liebt)

3. Online-Communities und Foren

Wie der Volksmund so schön sagt: Geteiltes Leid ist halbes Leid. So auch bei der Programmierung: Sieht man sich mit einem Problem konfrontiert, dessen Lösung potentiell überproportional viel Zeit erfordern würde, sollte man Anderson zufolge nie davor zurückschrecken, sich an eine der zahlreichen Online-Communities wie Stackoverflow oder TechNet wenden. Die Wahrscheinlichkeit, dort Hilfe zu finden, ist tendenziell sehr hoch. Netter Nebeneffekt: Durch die sich entspinnende Diskussion können auch unbeteiligte Dritte etwas Neues dazulernen.

4. Werkzeuge und Dienstprogramme

Heutzutage steht Entwicklern ein wahres Füllhorn an Werkzeugen und Dienstprogrammen, die die Entwicklung deutlich beschleunigen können, zur Verfügung. Andersons Favorit bzw. Must-have ist Visual Studio sowie Erweiterungen wie beispielsweise ReSharper (zusätzliche, für die Entwicklung hilfreiche Funktionen; parallele Code-Analyse), Web Essentials (zusätzliche Features für Web-Entwickler) und FxCop/StyleCop (Code-Analysen) .

Lesen Sie auch: Wie man ein überragender Programmierer wird

5. Klare Vision und klares Ziel

Vor Beginn eines Entwicklungsprozesses sollte Anderson zufolge auf jeden Fall das Endziel klar definiert werden. Nur so ergibt sich eine ebenfalls klare, den gesamten Entwicklungsprozess tragende Vision – Diskrepanzen zwischen den Erwartungen und dem Endprodukt können so leichter vermieden werden. Kleinere Änderungen am Endziel, die sich im Verlauf der Entwicklung als zwingend nötig erweisen, sind Andersons Ansicht nach zwar möglich, allerdings sollte man sich nicht in ihnen verlieren, sondern stets das Endergebnis im Auge behalten.

6. Nur nichts überhasten

Zurück zu den bereits angesprochenen Bugs. Diese treten vor allem dann vermehrt auf, wenn die Entwicklung in einem eigentlich zu großem Tempo vonstatten geht. Ein guter Programmierer lernt zwar mit der Zeit, mit Druck und stressigen Phasen umzugehen und dennoch möglichst sauberen, qualitativ hochwertigen Code abzuliefern. Als Faustregel, so Anderson, gilt jedoch: Wenn es nicht unbedingt nötig ist, sollte man nichts überhasten.

Lesen Sie auch: 7 Karrierefehler, die jeder Programmierer einmal macht (?)

7. Konstant lernen und besser werden

In Zeiten des lebenslangen Lernens eigentlich ein alter Hut, aber insbesondere für die IT von besonderer Bedeutung: Konventionen und Technologien geben sich mittlerweile in rasendem Tempo die Klinke in die Hand. Um immer auf dem neuesten Stand – und somit auch für den Arbeitsmarkt interessant – zu bleiben, sollten sich Entwickler regelmäßig über Neuentwicklungen in den Bereichen, die ihre Arbeit betreffen, informieren. Neben Fachliteratur bieten sich dazu wie so oft auch Online-Angebote wie Blogs, Foren und soziale Netzwerke an.

8. Keine Angst vor Fehlschlägen

„Nobody is perfect“, das gilt auch für Entwickler. Egal wie viel Mühe man sich gibt, egal wie sehr man aufpasst – es kann immer etwas schief gehen. Insbesondere wenn man dem Perfektionismus zuneigt, kann es zwar schwer fallen, nichtsdestotrotz sollte man, so Anderson, diese Tatsache einfach akzeptieren und entsprechende Vorfälle lieber als Möglichkeit sehen, etwas Neues zu lernen.

Lesen Sie auch: Tipps für den Berufseinstieg – Wie man ein guter Programmierer wird

Aufmacherbild: A blonde girl rejoices while is using a laptop computer von Shutterstock / Urheberrecht: Ollyy

Verwandte Themen:

Geschrieben von
Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar
400
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: