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Den Lernprozess strukturieren

7 grundlegende Schritte beim Erwerb neuen Programmierwissens

Redaktion JAXenter

© Shutterstock.com/docstockmedia

Wie eignet man sich eine neue Programmiersprache (bzw. den Umgang mit einem neuen Framework oder einer neuen Plattform) am effektivsten an? Der unter dem Pseudonym „kencoder“ bloggende Projektmanager und Mobile-App-Entwickler Ken Lee hat im Zuge seiner Beschäftigung mit der quelloffenen JavaScript-Bibliothek React 7 Schritte herausgearbeitet, die der Struktuierung des Lernprozesses dienen.

1. Daten

An erster Stelle steht für Lee die Frage, wie die Daten zu handhaben sind. Dazu zählt er die Definierung von lokalen, globalen und Klassen-Variablen, sowie von Konstanten, Strukturen, Klassen und verschiedenen Datentypen. Auch Wissen um den Umgang mit Datenstrukturen, das Speichern und Laden von Daten sowie die Konvertierung von Datentypen steht für Lee dabei auf dem Plan

2. Ausgabe

Im nächsten Schritt sollte man sich Lee zufolge damit vertraut machen, wie die Daten ausgegeben werden können: Ob Systemprotokolle; die Ausgabe auf dem Bildschirm, als Animation oder Klang; das Versenden von Daten zu einem Server – die Möglichkeiten sind vielfältig.

Basiswissen: Anzeige eines Strings im Konsolenprotokoll; Erstellung einer Benutzerschnittstelle (inklusive Darstellung von Ergebnissen); Versenden von Anfragen an ein Netzwerk.

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3. Eingabe

Damit ein Programm erfolgreich mit dem Nutzer (und umgekehrt) interagieren kann, sollte man sich Lee zufolge zunächst die mannigfaltigen Eingabemöglichkeiten vor Augen führen: Keyboard, Maus, Joystick, Tasten, Touchpad, Gestenkontrolle, Auswahlmöglichkeiten und Text von grafischen Benutzerschnittstellen uvm.

Basiswissen: Wissen, wie man Eingaben von GUIs, Geräte-Events, Dateien oder dem Netzwerk erhält.

4. Logik

Daten, Ein- und Ausgabe sind zwar wichtige Teile eines Programms, ohne Logik wären die Anwendungsfälle jedoch vergleichsweise bescheiden.

Basiswissen: Wiederholungen (z. B. while-Schleifen, for-Anweisungen); Kontrollfluss ( if-else, switch, continue, break etc.); Datenkonvertierung.

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5. Module

Wie Lee anmerkt besteht eine generelle Erfolgsmethode bei der Problemlösung darin, ein gegebenes Problem auf so viele kleine, leichter zu lösende Probleme wie möglich herunterzubrechen. Im Fall der Programmierung bedeutet dies, ein Programm in kleinere Codeteile – Module – aufzuspalten. Je nach Sprache bieten sich unterschiedliche Wege an, dies zu erreichen; gängige Formen von Modulen in diesem Sinne sind Funktionen, Methoden, Klassen, Bibliotheken oder Frameworks.

Basiswissen: Definierung und Anwendung von Funktionen, Methoden und Klassen; Erstellung einer Bibliothek, die in anderen Projekten wiederverwendet werden kann.

6. Mechanik

Im Gegensatz zu beispielsweise einfachen C-Programmen, bei denen das System die main()-Funtion aufruft und danach der im Programm definierten Logik folgt, kann sich die Mechanik, wie Lee anmerkt, wie im Falle von iOS-und Android-Apps auch deutlich anders gestalten (z. B. Aufruf verschiedener Methoden in unterschiedlichen Situationen).

Basiswissen: Lebenszyklus der Sprache bzw. des Systems; welche Methoden wann aufgerufen werden.

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7. Lernmaterial

Insbesondere wenn man sich neues Wissen im Selbststudium aneignet, kommt der Suche nach geeigneten Lernmaterialien eine besondere Bedeutung zu. Lee empfiehlt neben der Lektüre der jeweils offiziellen Homepage und Dokumentation die Suche nach entsprechenden Tutorial-Seiten, sowie die Auseinandersetzung mit Beispiel-Code bzw. quelloffenen Projekten auf GitHub und Co., wobei auch die jeweiligen Communities bei Fragen i. d. R. mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Aufmacherbild: Question – Think – Solution von Shutterstock / Urheberrecht: docstockmedia

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