5 Überraschungen, auf die sich angehende Software-Entwickler vorbereiten sollten

Judith Lungstraß

Angehende Software-Entwickler machen sich meist schon während des Studiums Gedanken darüber, was es bedeutet, in der IT-Branche zu arbeiten. Nach ihrem Abschluss betreten sie die Arbeitswelt schließlich mit genau definierten Vorstellungen.

Dass diese Erwartungen keinesfalls immer zutreffen, erfahren die ambitionierten Jungspunde gewöhnlich erst dann, wenn es schon zu spät ist. Aus diesem Grund listet Henrik Warne in seinem Blog die fünf Überraschungen auf, mit denen Informatik-Studenten sicherlich nicht gerechnet hätten. Bei uns erfahren jetzt auch Sie, welche Überraschungen die Entwicklerwelt zu bieten hat.

  1. Kontakt mit Menschen

    Wenn sich Entwickler in ihrem Job Kontakt mit Menschen gewünscht hätten, wären sie Lehrer, Arzt oder Verkäufer geworden – die Programmierung hingegen scheint dann doch eine eher einsame Angelegenheit zu sein. Doch falsch gedacht! Auch als Entwickler muss man mit den Kollegen über das Design diskutieren, in Meetings neue Features besprechen und sich mit den Testern des eigenen Codes auseinander setzen.

  2. Schreiben ist genauso wichtig wie Coden

    Entwickler müssen sich nicht nur mit Befehlen, Klassen und Code auskennen, sondern auch mit Wörtern, Kommas und Sätzen. Denn auch sie müssen fähig sein, ihre Gedanken in eine klar strukturierte und gut verständliche Form zu bringen. Das wird dann wichtig, wenn es gilt, den E-Mail-Verkehr zu pflegen, die entwickelten Features zu dokumentieren oder die gefundenen Schwachstellen im Bug Report zu beschreiben.

  3. Software ist nie fertig entwickelt

    Das Prinzip „aus den Augen, aus dem Sinn“ gibt es in der Software-Entwicklung nicht. In Wahrheit muss man auch auf eigentlich fertige Features ständig zurück kommen, sei es, weil sich die Wünsche des Kunden geändert haben, ihm eingefallen ist, dass er doch noch ein paar Features mehr haben möchte, oder weil ein Bug gefixt werden muss. Tatsächlich besteht die Hauptarbeit des Entwicklers darin, bestehenden Code zu verändern bzw. zu erweitern und nicht, wie an der Universität gelernt, neuen zu schreiben.

  4. Software-Entwicklung ist wenig anspruchsvoll

    Im Studium lernen angehende Entwickler viel über höhere Mathematik und anspruchsvolle Datenstrukturen sowie Algorithmen. Wenn sie dann den Arbeitsmarkt betreten, sind sie top motiviert, ihre mühselig erworbenen Kenntnisse schließlich in die Tat umzusetzen. Durch die traurige Realität werden sie jedoch zumeist bitter enttäuscht: Tatsächlich sind die meisten Anwendungen eher simpel aufgebaut.

  5. Die Masse macht’s

    Obwohl Code in seiner praktischen Anwendung weniger komplex ist als zuerst erwartet, ist die Programmierung dennoch ein Feld voller Herausforderungen und Hindernisse. Immerhin müssen viele verschiedene, von unterschiedlichen Entwicklern verfasste Features kombiniert werden. Schon die einfachsten Interaktionen können hier schwerwiegende Bugs erzeugen.

Wie erging es Ihnen, als Sie die Universität verlassen und endlich den Arbeitsalltag betreten durften? Hätten Sie mit den Herausforderungen und Gepflogenheiten, die Ihnen nun täglich begegneten, gerechnet oder wurden auch Sie überrascht?

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Judith Lungstraß
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