Suche
Warum Workaholics nicht produktiv sind

5 Gründe, warum Sie Workaholics feuern sollten

Moritz Hoffmann

(c) Shutterstock / BoBaa22

Workaholics feuern, für eine gemäßigte Work-Life-Balance streiten, interessante Mitarbeiter den emsigen Arbeitstieren vorziehen. Spricht hier ein Gewerkschaftsvertreter? Weit gefehlt. David Heinemeier Hansson, seines Zeichens CEO, Rennfahrer, Hobby-Fotograf und Erfinder des Web-Application-Frameworks Ruby on Rails erklärt in einem Blogbeitrag, warum er jedem Betrieb die Entlassung von Workaholics empfiehlt.

Vor allem ein Tip war es, der David Heinemeier Hanson in einer bereits vor einigen Jahren veröffentlichten Liste mit Sparvorschlägen für Start-ups auf die Palme brachte. Der Verzicht auf ein Telefonsystem oder Microsoft Office leuchten ihm zwar ein. Wenn es aber darum geht, Mitarbeitern zu kündigen, weil sie nicht bis in die Nacht für ihren Betrieb zur Verfügung stehen, hört der Spaß für David auf.

Nicht erst seit seinem Buch Agile Web Development with Rails als Mann klarer Worte bekannt, antwortet er mit fünf Gründen, warum man als Unternehmensleiter gerade den Workaholics kündigen sollte:

  1. Arbeiten Menschen jeden Tag bis zu vierzehn Stunde, so könne das auf Dauer nur zu einem Burn-out führen. Der Zusammenbruch trifft den Betrieb dann umso stärker und – David erinnert an Murphys Law – vermutlich auch zum ungünstigsten Zeitpunkt.
  2. Workaholics sind überzeugt, alle Probleme mit zusätzlichen Arbeitsstunden in die Knie zu zwingen. Das, so David, sei weit unproduktiver als Mitarbeiter, die flexibel arbeiten können und immer wieder neu nach kreativen Lösungen suchen.
  3. Die Nachtarbeiter, so ein weiteres Argument, machten denjenigen Mitarbeitern, die sich an die festgelegten Arbeitszeiten halten, ein schlechtes Gewissen. Das Ergebnis seien dann Kollegen, die um des bemühten Anscheins willen lediglich mehr Zeit im Büro absitzen, ohne aber wirklich produktiv zu sein.
  4. Das Leben bietet mehr als Arbeit. Für die Charakter-Entwicklung und ein auch im Arbeitseinsatz nutzbringendes Wertesystem bleibe das Leben außerhalb des Büros die wichtigste Ressource.
  5. Zu guter Letzt führt David Heinemeier Hanson den Wunsch an, lieber mit interessanten Menschen zu arbeiten, als mit Arbeitsrobotern, die außer der täglichen Arbeit keine Gesprächsthemen oder auflockernde Anekdoten zu erzählen haben.

Dabei ist der junge Unternehmens-Chef davon überzeugt, dass eine reine Arbeitsmühle nur Zeugnis eines schlechten Start-ups sein kann:

If your start-up can only succeed by being a sweatshop, your idea is simply not good enough. Go back to the drawing board and come up with something better that can be implemented by whole people, not cogs.

 

Aufmacherbild: Businessman multitasking on table von Shutterstock.com / Urheberrecht: BoBaa22

Geschrieben von
Moritz Hoffmann
Moritz Hoffmann
Moritz Hoffmann hat an der Goethe Universität Soziologie sowie Buch- und Medienpraxis studiert. Er lebt seit acht Jahren in Frankfurt am Main und arbeitet in der Redaktion von Software und Support Media.
Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar
400
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: