40 Millionen Dollar für Docker

Michael Thomas
© Shutterstock/SCOTTCHAN

Gestern gab Docker die Schließung der aktuellen Serie-C-Finanzierungsrunde bekannt. Insgesamt konnte das Unternehmen Kapital in Höhe von 40 Millionen US-Dollar einsammeln; der größte Teil davon stammt von Sequoia Capital, einer Risikokapital-Beteiligungsgesellschaft, die in der Vergangenheit heutige Branchenriesen wie PayPal, YouTube, Apple oder Google mitfinanzierte.

Doch was soll mit dem ganzen Geld geschehen?

Ziele…

In erster Linie soll das neue Kapital in die Erweiterung und den Ausbau der Docker-Plattform sowie des Ökosystems von Entwicklern, Contributoren und Partnern fließen; außerdem soll ein breiteres Spektrum an Lösungen für Enterprise-Nutzer entwickelt werden.

Als weiteres Ziel für die kommenden 18 Monate benennt Docker zudem nichts weniger als eine komplette Transformation der Anwendungs-Architekur: Weg von sich langsam entwickelnden, statischen Anwendungen hin zu dynamischen, verteilten. Apps sollen demnach in zunehmendem Maße aus „dockerisierten“ Komponenten bestehen, die in jeder denkbaren Kombination aus Servern, Clustern oder Datenzentren eingesetzt werden können.

Und die Community gibt Gas: Vor gerade einmal drei Monaten startete das Docker Hub Registry, doch mittlerweile finden sich dort schon über 35.000 „dockerisierte“ Anwendungen. Nicht nur Web-Größen wie eBay, Spotify oder Baidu nutzen bereits jetzt die Vorteile der größeren Flexibilität; auch bei traditionelleren Unternehmen wie Finanzinstitutionen sowie Behörden sind entsprechende Bestrebungen zu beobachten.

…und Mittel

Ausbau der Plattform und des Ökosystems, voller Support für Multi-Docker Container-Anwendungen, sowie Fortschritte in Bereichen wie Clustering, Scheduling und Networking – allesamt große Ziele. Um sie zu verwirklichen, kann Docker jedoch nicht „nur“ auf eine in die Millionen gehende Community sowie auf knapp 600 Open-Source-Contributoren bauen: Von nun an kann ebenfalls auf die Expertise von Bill Coughran gezählt werden. Dieser zeichnete als Senior Vice President of Engineering bei Google unter anderem für die Übernahme von Container-basierten Technologien in Googles Infrastruktur mitverantwortlich.

Aufmacherbild: Businessman and watering pot (path in side) von Shutterstock / Urheberrecht: SCOTTCHAN

Geschrieben von
Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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