4 Eigenschaften eines nachhaltigen Programmierens

Michael Thomas

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Praktisch täglich erblicken neue Sprachen, Tools und Technologien das Licht der Welt. Allerdings gibt es auch einige zeitlose Erfolgsprinzipien, die Jahre der Übung erfordern, bis man in ihnen zur Meisterschaft gelangt. Im Gegenzug sind sie praktisch unabhängig davon, an welcher Stelle der Entwicklung sie zum Einsatz kommen, hilfreich. Der Web-Entwickler, -Berater und Autor Ka Wai Cheung hat einige von ihnen zusammengestellt.

1. Organisation

„Ordnung ist das halbe Leben“ , so der Volksmund. Auch in der Programmierung spielt die Organisation eine gewichtige Rolle: Praktisch alle Konzepte, die sich in den verschiedenen Layern einer Software finden – egal ob OOP, (Daten-)Kapselung, Interfaces, Informationsarchitektur, das „Don’t repeat yourself-Prinzip“, Designmuster etc. – können im Grunde auf einen Nenner gebracht werden: Organisation. Gute Programmierer können wohlbegründen, warum sie ihre Arbeit auf eine bestimmte Art und Weise organisiert haben und unterziehen diese einer regelmäßigen Überprüfung.

2. Benennungen

Jeder Programmierer steht vor dem Problem, Dingen einen Namen zu verleihen. Durchdachte Benennungen können selbst den verzwicktesten oder chaotischsten Code etwas besser handhabbar machen. Anders herum können schlechte Benennungen sorgsam komponierten Code in eine wartungstechnische Katastrophe verwandeln. Keine leichte Aufgabe – die genau wie die Organisation einer ständigen Überprüfung bedarf.

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3. Die Abwägung von Vor- und Nachteilen

Bei der Programmierung ist es wie so oft im Leben: Es gibt kein Allheilmittel. Neue Features bringen immer auch neue technische Schulden (in diesem Fall etwa die dafür notwendige Pflege) mit sich. Gute Entwickler haben deshalb gelernt, die Vor- und Nachteile eines Designs, eines Tools etc. gegeneinander abzuwiegen. Sehr gute Programmierer behalten darüber hinaus nicht nur die Codebasis im Blick, sondern machen sich auch über die Kunden und Stakeholder Gedanken.

4. Wissen, wie man von A nach B gelangt

Im Gegensatz zu Lehrbüchern, deren Beispiele klar und eindeutig skizziert sind, gestalten sich die Pfade zum Erfolg bei der Arbeit mit echtem Code meist deutlich verschlungener – wenn man sie denn überhaupt entdeckt. Ein nachhaltig arbeitender Programmierer plant deshalb bedächtig jeden Schritt vom Start- zum Zielpunkt, wobei auch die Bedürfnisse der User und Stakeholder nicht vernachlässigt werden und eine Kombination aus Weitsicht, Empathie und pragmatischen Problemlösungstechniken zum Zuge kommt.

Aufmacherbild: Positive thinking info text graphics and arrangement concept on white background von Shutterstock / Urheberrecht: izarizhar

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Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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