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2016: 5 Trends für erfolgreiche Java-Entwickler

Michael Thomas

© Shutterstock.com/Lightspring

Der Softwarearchitekt Alexey Zvolinskiy hat – wie schon im vergangenen Jahr – einige Bereiche und Trends identifiziert, die Java-Entwickler 2016 im Auge behalten sollten.

Da Zvolinskiys Vorhersagen für 2015 größtenteils zutrafen und seine diesjährigen nicht nur seinen eigenen Überlegungen, sondern auch den Ansichten zahlreicher weiterer (namentlich leider ungenannter) Programmierer entspringen, sind sie durchaus einen Blick wert:

1. Infrastruktur

Moderne Webanwendungen sollten, um Resilienz und Skalierbarkeit zu gewährleisten, Zvolinskiy zufolge in der Form von Microservices implementiert werden, weshalb sich 2016 jeder Java-Entwickler Wissen über Cluster, Container und Cloud-Services aneignen sollte.

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2. Web-Frameworks und Tools, Build- und Deplyomentprozesse

Die Entwicklung verteilter und nicht-blockierende Anwendung verlangt nach den richtigen Tools und Web-Frameworks. Zvolinskiy regt an, das Hauptaugenmerk auf leichtgewichtige Lösungen, die eine einfache Skalierung erlauben, zu legen.

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Da sich die Infrastruktur moderner Webanwendungen ändert, müssen auch die Build- und Deployment-Prozesse. Zvolinskiy empfiehlt u. a. eine Beschäftigung mit Docker, AWS, Mesos, Spring Boot, Play und AKKA.

3. Big Data

Nicht zuletzt auf der Bedeutungszunahme von Business Intelligence, Internet of Things und Co. prognostiziert Zvolinskiy, dass auch die Relevanz von Big Data – wie schon im Jahr zuvor von ihm vorhergesagt – weiter zunehmen wird. Als wichtige Baustellen identifiziert er in diesem Zusammenhang Spark, Flink und Storm.

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4. Routine

Was ist (oder beziehungsweise: was sollte) die Haupttätigkeit eines Entwicklers sein? Code schreiben und gut darin sein! Deshalb ist es Zvolinskiy zufolge sinnvoll, den eigenen Fokus auf Codequalität zu legen, wobei der seiner Ansicht nach insbesondere der testgetriebenen Entwicklung und der Wahl einer angemessenen IDE besondere Bedeutung zukommt.

5. Community

Ein weiterer Punkt, der für Zvolinskiy bereits 2015 eine Rolle spielte: Sich so lebhaft wie möglich an Community-Aktivitäten beteiligen. Dazu zählt er zum Beispiel die Mitarbeit an einem Open-Source-Projekt oder die Beantwortung von Fragen, die von Kollegen (insbesondere Programmierneulingen) gestellt werden. Wichtige Anlaufstellen sind für Zvolinskiy u. a. GitHub, StackOverflow und Quora.

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Ob sich alle von Zvolinskiys Prognosen tatsächlich bewahrheiten werden, diese Frage wird sich naturgemäß erst im Laufe des Jahres (von selbst) beantworten. Eine grundlegende Beschäftigung mit den von ihm angerissenen Themen kann – schon allein aus professioneller Hinsicht – jedenfalls nicht schaden.

Aufmacherbild: head brain concept von Shutterstock / Urheberrecht: Lightspring

Geschrieben von
Michael Thomas
Michael Thomas
Michael Thomas studierte Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und arbeitet seit 2013 als Freelance-Autor bei JAXenter.de. Kontakt: mthomas[at]sandsmedia.com
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