200.000$ Jahresgehalt: Wie schafft man es als Software-Entwickler zum Spitzenverdiener?

Astrid Spier

Vor kurzem sorgte eine Studie für Aufsehen, wonach Stanford MBAs für hohe Gehälter an die Wall Street gelockt werden, während die Gehälter im El Dorado der Tech-Branche, im Silicon Valley, stagnieren. Doch auch Programmierer können von dieser Entwicklung profitieren und in der Finanzwelt Gehälter jenseits der 200.000 Dollar im Jahr einstreichen.

Zugegebenermaßen ist das Durchschnittsgehalt eines Softwareentwicklers in den USA sicherlich kein Hungerlohn, denn laut dem Arbeitsministerium liegt dieser bei knapp unter 100.000 Dollar im Jahr. Jeder Zehnte verdient salary.com zufolge nach 8-10 Jahren im Beruf bis zu 140.000  Dollar – ohne Bonuszahlungen. Unternehmen wie Netflix, Bloomberg, Sony, Microsoft und Co. zahlen sogar noch einmal 30 Prozent mehr. Doch damit ist die Grenze längst noch nicht erreicht, wie eine inoffizielle Umfrage auf Hacker News zeigt, die allerdings auf den unverifizierten Angaben der Forumsmitglieder basiert.

Die Wahl des Unternehmens

Auch die größten Talente werden es in mittelständischen Unternehmen kaum zum Top-Verdiener schaffen, und so ist auf dem Weg zum Erfolg vor allem die Wahl der Industrie–Branche entscheidend – schließlich kann nicht jedes Unternehmen Spitzengehälter von über 200.000 Dollar im Jahr stemmen. Am lukrativsten ist hier der Finanzsektor, aber auch die großen Techfirmen wie Microsoft, Google und Facebook zahlen inklusive Boni Gehälter jenseits der Schallmauer.  Zu bedenken geben einige User allerdings, dass das Arbeiten in der Finanzbranche nicht sehr viel Abwechslung bietet und Microsoft, wie auch andere börsennotierte Unternehmen, klare Vorgaben an die Programmierer stellen. Auch Freischaffende und Berater können mit etwas Geschick und Glück hohe Einkommen generieren, müssen dafür aber mit einer gewissen Unsicherheit leben.

Wo liegen Ihre Stärken?

Wer es auf ein hohes Gehalt absieht, sollte sich zudem über die eigenen Fähigkeiten bewusst werden und sich entscheiden, ob man eher auf ein breites Wissen Wert legt oder sich spezialisieren möchte. Beides kann Erfolg versprechen, da Spezialisten in Bereichen mit hoher Nachfrage durchaus viel Geld verdienen können, während ein umfangreiches Wissen weniger abhängig von einer Programmiersprache oder einem Programm macht. Der Nutzer „j45“ schreibt zum Beispiel, dass er sich einen Namen gemacht hat, indem er sich eine große Bandbreite an Fähigkeiten erarbeitet hat, die es ihm ermöglichen, Probleme zu lösen, bei denen selbst Spezialisten scheitern, ohne dass er sich besonders mit einer bestimmten Sprache oder Technologie auskenne.

Wichtig ist dabei auch, dass man sich bewusst ist, dass hohe Gehälter kaum an Job-Einsteiger gezahlt werden. Entscheidend ist, dass man über einen längeren Zeitraum erfolgreiche und qualitativ hochwertige Arbeit abliefert und sich so eine guten Ruf erarbeitet. Bis dahin heißt es: Üben und Weiterbilden.

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Astrid Spier
Astrid Spier
Astrid Spier arbeitet seit Juli 2012 als Redaktionsassistentin bei S&S Media. Im Mai 2011 hat sie ihren Master in Germanistik in den Vereinigten Staaten erhalten. Durch die enge Verbindung von Journalismus und Germanistik hat sie in den USA journalistische Erfahrungen sammeln können und Artikel zur interkulturellen Verständigung für den Blog der Universität geschrieben. Im März 2013 hat sie ihr Staatsexamen mit den Fächern Englisch und Deutsch in Mainz abgeschlossen.
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