190 Open-Source-Projekte für Google Summer of Code bestätigt

Claudia Fröhling

Seit zehn Jahren fördert der Google Summer of Code, kurz GSoC, Studenten, die Interesse an der Entwicklung von Open-Source-Projekten haben. Auch 2014, also sozusagen im Jubiläumsjahr, wird die Tradition fortgesetzt. Im ersten Schritt können sich Organisationen mit interessanten Projekten bewerben, danach können Studenten anhand der Liste der so genannten Mentoring-Organisationen ihre Proposals einreichen. Seit gestern stehen die akzeptierten Mentoring-Organisationen fest, insgesamt wurden 190 Open-Source-Projekte ausgewählt, heißt es im Blogpost.

In der Montag Nacht veröffentlichten Liste finden sich viele bekannte Akteure und „GSoC-Wiederholungstäter“. So werden beispielsweise die Apache Software Foundation und die Eclipse Foundation wieder Projekte beisteuern. Auch Git finden wir, ebenso die JBoss Community, Twitter und Mozilla.

Die Kraft der Crowd

Ein Teil der GSoC-Ideen der Eclipse Foundation dreht sich um das Code-Recommenders-Projekt, das wir auch im aktuellen Eclipse Magazin ausführlich vorstellen. So soll beispielsweise eine Infrastruktur für multiple Snippet-Repositories aufgebaut werden. Eclipse Code Recommenders verfügt über eine Suchfunktion für Code-Snippets, genannt Snipmatch, die ebenfalls im Rahmen eines vergangenen Google Summer of Codes entwickelt wurde.

Eine weitere Idee aus dem Eclipse-Lager ist der Bau eines MQTT Test- und Simulation-Plug-ins für das M2M-Projekt Eclipse Paho. Das bisher bestehende Plug-in verfüge über ein eher einfaches UI für die Verbindung zum MQTT-Broker, das nicht sehr intuitiv und daher verbesserungswürdig sei, heißt es im Eclipse-Wiki. Im Wiki findet sich eine Auflistung aller Ideen der Eclipse Foundation.

Auch bei Twitter mangelt es nicht an Ideen für den Google Summer of Code. Auf GitHub findet sich die Sammlung der imposanten Liste. Interessant für die Java-Welt sind beispielweise die Ideen rund um das Netty-Ökosystem. Twitter gehört zu den wichtigsten Referenzen des Frameworks.

So findet sich hier beispielweise die Idee für eine automatisierte Test-Suite, dank der Netty bald Android Ice Cream Sandwich unterstützen soll. Außerdem möchte man gern an einem auf OpenSSL basierenden SSL-Handler arbeiten. Alle Twitter-Ideen finden sich auf GitHub.

Enttäuscht zeigt sich derweil Charlie Nutter, denn die (J)Ruby-Gemeinde wird dieses Jahr nicht partizipieren können. Auf Twitter macht Charlie seinem Unmut Luft:

 

Wie geht’s weiter?

In den kommenden zwei Wochen haben Studenten die Möglichkeit, alle 190 Projekte zu durchforsten. Am 10. März dann startet die Bewerbungsphase, die bis zum 21. März läuft. Die ausgewählten Mentoring-Organisationen können dann die von den Studenten eingereichten Proposals sichten und bewerten. Das tatsächliche Coden startet dann am 19. Mai, schließlich heißt es nicht umsonst Google Summer of Code.

Geschrieben von
Claudia Fröhling
Claudia Fröhling
Claudia Fröhling hat in verschiedenen Redaktionen als TV- und Onlineredakteurin gearbeitet, bevor sie 2008 zur Software & Support Media GmbH kam und sich bis 2014 um alle Projekte des Verlages im Ressort Java kümmerte. Claudia hat einen Abschluss in Politikwissenschaften und Multimedia Producing. Ihr Google+ Profil findest du hier.
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