10 Thesen zur mobilen Zukunft – Zeit, die mobile Gegenwart weiterzuentwickeln

Tom Wießeckel

Heute startete das Hauptprogramm zur MobileTech Conference 2012 in Frankfurt – und das mit einem fulminanten Programm. Denn gleich zu Beginn teilte Markus Bokowsky seine zehn Thesen zur mobilen Zukunft. Grund genug für uns, dieses Thema aufzunehmen und auf den Prüfstand zu stellen.

Dabei kümmerte sich Bokowsky nicht um Zukunftsmusik, deren Töne wir uns in unseren kühnsten Träumen noch nicht einmal vorstellen können – es ging vielmehr um Themen, mit denen viele von uns bereits in Berührung gekommen sind. Trends, die als solche vielleicht noch gar nicht wahrgenommen wurden:

1. Entwickeln für Android-Tablets lohnt nicht

2. Niemand will mit seinem Handy reden

3. Mobilität wird mobiler werden

4. Die Anzahl der Autos in Großstädten wird weiter zunehmen, nicht jedoch die Besitzer

5. Wir werden uns zukünftig ständig selbst beobachten

6. Bis 2014 läuft AR auf jedem Smartphone

7. Interaktives Fernsehen war immer tot, ist tot und wird immer tot bleiben

8. Das Konzept Kreditkarte (in ihrer heutigen Form) ist am Ende

9. Datenerzeugende Apps sind nur noch mit Cloudzugang überlebensfähig

10. Musik wird sich weiter dematerialisieren

Außer Thesen nichts gewesen?

Man kann es drehen und wenden wie man möchte: Wer davon spricht, die Zukunft wäre mobil, der lebt in der Vergangenheit. Längst ist „Mobile“ Normalität geworden. In der Bahn, auf der Arbeit, in der Freizeit . sogar zuhause auf dem Sofa. Es geht nicht mehr nur darum, sich die Zukunft mit mobilen Devices vorzustellen – vielmehr ist es an der Zeit, die mobile Gegenwart weiterzuentwickeln, noch tiefer in unser Leben zu integrieren.

Genau dieses Bild malte Bokowsky in seiner Auftakt-Session zur MTC in Frankfurt. Er zeichnete eine Zukunft, die schon jetzt viel realer ist als viele der Zuhörer gedacht hatten. Und doch erkannte man in den Gesichtern der Besucher immer wieder, dass ihnen viele der vorgestellten Konzepte bekannt vorkamen.

Das mobile Zeitalter hat uns vieles gelehrt. Vor allem aber, dass selbst rasend schnelle Entwicklungen der Vergangenheit – man erinnere sich nur an den Siegeszug des Webs – gegen den aktuellen Trend verblassen. Was heute gezeigt wurde, ist vielleicht morgen schon Realität und in unserem Alltag angekommen. Und übermorgen ..? Übermorgen denken wir weise lächelnd an diesen Moment zurück. Wohl wissend, dass wir künftig nur schwer in der Lage sein werden, die Dinge vorherzusagen, mit denen uns diese mächtige Community der Mobile-Entwickler demnächst überraschen wird.

Eine schöne Zukunft, die an jedem Tag erneut beginnt. Hier auf der MobileTech Conference nimmt sie wieder ein Stückchen mehr Fahrt auf und erlaubt uns einen kleinen Ausblick auf das, was kommen wird, obwohl es schon längst da ist.

Es lohnt sich also, die Augen offen zu halten.

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Tom Wießeckel
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