10 Jahre Eclipse Foundation: Die Kunst des Wandels

Redaktion JAXenter
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Die Eclipse Foundation hat Grund zum Feiern: Vor zehn Jahren, am 2. Februar 2004, wurde sie offiziell ins Leben gerufen – der Geschäftsführer hieß schon damals Mike Milinkovich.

Eine positive Bilanz in Zahlen wird in der zum Jubiläum veröffentlichten Pressemitteilung gezogen: Binnen einer Dekade vervierfachte sich die Zahl der Mitglieder von 50 auf 205. Waren zum Startschuss lediglich 19 Projekte unter dem Dach der Foundation versammelt, so sind es heute 247.

Am Selbstverständnis der Eclipse Foundation als unabhängiger, anbieterneutraler Non-Profit-Organisation hat sich seit 2004 nichts geändert. Indes erweiterte sich mit dem Mitgliederzuwachs ihr Wirkungskreis: Ursprünglich als Hüterin der Eclipse-Anwendungsplattform gegründet, die IBM 2001 als Open Source freigegeben hatte, zeigte sich die Foundation zunehmend Technologie-agnostisch und öffnete ihre Pforten für interessante Innovationen und Projekte aus nahezu jedem Umfeld. So entstand und entsteht eine immer größere Bandbreite an Entwicklungswerkzeugen und –Platformen unter ihrem Dach, darunter Rich-Client-Plattformen, Werkzeuge für die Web- und modellbasierte Entwicklung, Java-Server-Laufzeiten sowie –Frameworks und nicht zuletzt Protokolle und Tools für das Internet der Dinge. Arbeitsgruppen für Luft- und Raumfahrt, den Automobil-Sektor, ortsabhängige Technologien und das Internet der Dinge sorgen mittlerweile für eine dezentralere Struktur der Entwickler-Community. Diese kleineren Verbände bereiten den Boden für eine spezialisierte und bedarfsorientierte Zusammenarbeit im Bereich einzelner Industriezweige.

Auch geographisch schuf sich die Foundation neue Standbeine, zwei davon in Europa: Während der EclipseCon Europe 2013 wurde die Gründung einer europäischen Niederlassung, der Eclipse Foundation Europe, angekündigt. Vergangenen Sommer fand erstmals eine französische EclipseCon statt.

In den vergangenen zehn Jahren ist es der Eclipse Foundation gelungen, Eclipse als eine der beliebtesten und meist genutzten Entwicklungsumgebungen für die Sprache Java zu etablieren – auch wenn in jüngster Zeit immer mehr Konkurrenten am Thron der IDE sägen.

Eine Pionierleistung der Eclipse Foundation ist zweifelsohne, dass sie durch ihr Open-Source-Modell die fruchtbare Zusammenarbeit von konkurrierenden Unternehmen wie IBM, Oracle und Google ermöglichte. Ein weiteres Verdienst, das stetig optimierte IP-(Intellectual Property-)Management, begünstigte die immer stärkere Verbreitung von Technologien, die unter der Eclipse Public License stehen.

Der RedMonk-Analyst Stephen O’Grady kommentiert den Status quo der Jubilarin laut der Pressemitteilung wohlwollend:

Von Browser-basierter Entwicklung bis hin zum Internet der Dinge – [die] Eclipse [Foundation] ist immer bereit, sich neu zu erfinden und an die schnelllebige Industrie anzupassen, von der sie umgeben ist.

Bei so viel Zukunftsoffenheit und Wandlungsfähigkeit kann man die nächsten zehn Jahre nur mit Spannung erwarten – Happy Birthday, Eclipse Foundation!

Aufmacherbild: Celebrating 10 years anniversary golden label with ribbon, vector von Shutterstock/Urheberrecht: DinoZ

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