Entwickler blicken zurück auf 2015: Teil 1

10 Geheimtipps: Welche Sprachen, Tools und Frameworks Sie beachten sollten

Redaktion JAXenter

©Shutterstock/Oleg Gubar

Wir haben Entwickler aller Couleur zum Plaudern aus dem Nähkästchen geladen: Welche Technologien und Frameworks haben 2015 am meisten Spaß gemacht? Und welche Geheimtipps nehmen sie aus 2015 mit ins neue Jahr?

Alle neuen Tools, Sprachen und Frameworks um Auge zu behalten ist schier unmöglich. Dauernd gibt es etwas Neues. Und so manch älteres Tool bietet mit einem Update plötzlich ganz neue Möglichkeiten. Deswegen dreht sich in der erstn Folge unseres Rückblicks auf das Jahr 2015 alles um Neuentdeckungen im vergangenen Jahr.

JAXenter: Dein Geheimtipp: Welche neue Technologie, Sprache, Tool oder Framework hast du im vergangenen Jahr für dich entdeckt?

joachim_arrasz-97x130Ganz klar jQAssistant. Die Entwicklung finde ich spannend und wir evaluieren selbst derzeit  wie und ob man das Tool weiter unterstützt. Super Sache ist das. Joachim Arrasz (Gründer der CodeClinic, synyx GmbH & Co. KG)

 

3b685e0Ich entdecke Spring Boot immer mehr für mich. Ich finde das Werkzeug genial, um schnell zu Ergebnissen zu kommen. Auch die – anschließende – Integration in Bestandsprojekte ist nicht reibungslos, aber möglich. Auch Hazelcast finde ich sehr spannend. Aber hier taste ich mich nur langsam und sehr vorsichtig heran, da ich die gesamten Konsequenzen der Nutzung nicht überschauen kann. Es ist aber definitiv ein vielversprechendes Werkzeug.
Alexander Culum (DekaBank, Leader JUG Frankfurt)

chris-300xGanz Java und JVM untypisch für mich, beschäftige ich mich seit kurzem mit Programmiersprache D: Eine entspannende Mischung aus C++, C# und Java mit netter, sauberer Syntax, tollen Features und Native Compile. Aus meiner Sicht sehr interessant und spannend für Java Entwickler.
Christoph Engelbert (Technical Evangelist bei Hazelcast)

Dirk FauthObwohl schon etwas älter, sind für mich OSGi Declarative Services besonders durch die Neuerungen in der neuen OSGi Spec in den Fokus geraten. Auch POM-less Tycho-Builds finde ich eine super Entwicklung.
Dirk Fauth (System Architect Robert Bosch GmbH)

Lesen Sie auch: OSGi in kleinen Dosen Declarative Services

lutz_huhnken2015 war für mich auch das Jahr von „Data in Motion“. Ich habe viel über Streaming gelernt. Insbesondere Reactive Streams, implementiert zum Beispiel von Akka, Vert.x und Reactor – und wohl auch in Java 9 – sind eine echte Erweiterung meines Repertoires als Entwickler.
Lutz Huehnken (Solutions Architect bei Typesafe)

Lesen Sie auch: Reactice Streams mit Akka

michael1-107x130Seit ein paar Jahren bin ich verstärkt im Bereich Modellierung/MBSE unterwegs. Insofern sind die für mich interessanten Themen für Java-Entwickler vielleicht nicht das spannendste. Was ich seit einiger Zeit beobachte ist Capella, ein von Thales vor kurzem Open Source gestelltes Tool für Systems Engineering. Es gibt noch viel zu tun, hat aber Potenzial. Ich werde es weiter beobachten.
Michael Jastram (Project Lead und Committer vom Eclipse Requirements Modeling Framework, Geschäftsführer der Formal Mind GmbH)

nko_sw_1_2-95x130Hinsichtlich Sprachen hat sich leider weniger getan als ich mir gewünscht habe. Dafür hatte ich tolle Projekte und habe dort wertvolle Erfahrungen gesammelt. Man will ja nie auslernen.

In einem größeren Projekt im vergangenen Jahr gab es die Herausforderung, Single-Sign-On und Identity-Management zu lösen. Wir haben das mit Keycloak (JBoss) gelöst und haben viel Spaß dabei gehabt, sind aber auch den ein oder anderen Leidensweg gegangen, um Anfordungen und vorhandene Produkt-Features unter einen Hut zu bringen. Insgesamt aber eine sehr interessante und leistungsfähige SSO-Lösung, die ich nicht aus den Augen verlieren werde.

Ein weiteres Tool, das es mir angetan hat, ist Gatling für Lasttests. Bislang gab’s ja immer nur JMeter. Damit hat es aber keinen Spaß mehr gemacht Lasttests zu schreiben. Gatling bringt hier neuen frischen Wind in das Feld!
Niko Köbler (Freiberuflicher Software-Architekt, Developer & Trainer)

Lesen Sie auch: Mit dem Testen von Anwendungen ist es so eine Last. Erst recht mit Lasttests!

thomas_kruseIch habe InfluxDB als Timeseries Database für mich entdeckt und freue mich auf weitere Experimente damit.
Thomas Kruse (Architekt, Berater und Coach bei der trion development GmbH)

loewenstein_bernhard_swVon den Java-Technologien habe mir im vergangenen Jahr – endlich – Spring näher angesehen. Ganz überzeugt hat es mich aber nicht, da ich mir von einem Framework erwarte, dass es den Entwickler zu einer bestimmten Lösung zwingt. Nur so lässt sich bei einem größeren Projekt erreichen, dass das gesamte Team einen halbwegs einheitlichen Programmierstil pflegt. Spring bietet aber für jedes Problem zig Lösungswege. Ich möchte Spring aber auch nicht schlechtreden. Das Framework hat schon viele interessante Ansätze und Ideen zu bieten. Ansonsten habe ich mich hobbymäßig noch intensiv mit Arduino beschäftigt. Das Umsetzen kleiner Projekte damit macht einfach unheimlich viel Spaß.
Bernhard Löwenstein (Sebstständiger IT-Trainer und Consultant)

monschau_andreas_sw2015 habe ich mich noch mal intensiv mit grundsätzlichen Konzepten beschäftigt, insbesondere auch noch mal mit arc42 und Architekturen im allgemeinen. Von solchen Themen versuche ich grundsätzlich viel in meine Projekte mit einzubringen.
Andreas Monschau (IT-Consultant bei Haeger Consulting)

Sehen Sie auch im JAX TV: Pragmatische Architekturdokumentation: arc42 Realtiy Check

pirchner_florian_swGradle, Bnd-Tools, enRoute und Sirius. Auch das „e(fx)clipse“ von Tom Schindl ist ein echter Schritt nach vorne für die IDE. SWT ist ja schon ziemlich in die Jahre gekommen.
Florian Pirchner (Selbstständiger Softwarearchitekt)

Aufmacherbild: Like hand sign on clear color background von Shutterstock / Urheberrecht: Oleg Gubar

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