Aus dem Entwickler-Nähkästchen: Teil 3

10 Antworten auf die Frage: Welches Tool hat dir zum größten Produktivitätsschub verholfen?

Leistungsstarke Tools sind die halbe Miete für die erfolgreiche Durchführung von Software-Projekten. Im dritten Teil der Serie „Aus dem Entwickler-Nähkästchen“ fragen wir deshalb nach den persönlichen Aha-Erlebnissen der Entwickler in Sachen Java-Tooling:

Welches Tool hat dir zum größten Produktivitätsschub verholfen?

Die Eclipse IDE im Allgemeinen und im Speziellen die dort verfügbaren
Quickfixes. Damit wird ein neuer Programmierstil ermöglicht, man ruft
beispielsweise noch nicht existierende Methoden einfach auf und
generiert sie anschließend automatisch. Das lenkt die Aufmerksamkeit
nicht vom aktuellen Kontext ab, man programmiert sozusagen zuerst in
die Breite und anschließend in die Tiefe. Jonas Helming, TU München

JRebel (http://www.zeroturnaround.com/jrebel/) – das Tool ermöglicht Hot Deployments für nahezu beliebige Webcontainer und Application Server und steigert so die Produktivität ungemein, da zeitaufwendige Redeployments entfallen und ich mich voll und ganz auf den Teil meiner Arbeit konzentrieren kann, der wirklich Spaß macht. Das Tool ist zwar kostenpflichtig, diese Kosten amortisieren sich aber meistens schon nach der ersten Woche. Martin Dilger, Pentasys AG

IDEs helfen ungemein, die Produktivität zu steigern – wenn man sich damit auskennt. Ich verwende, wo es geht, IntelliJ IDEA, weil ich das Tool in und auswendig kenne und genau weiß, wo es mir Arbeit abnehmen kann. David Linsin, Synyx GmbH & Co. KG

Keines. Java war toolseitig ein Rückschritt in die 70er (Ich bin eigentlich
Smalltalker) Andreas Leidig, andrena objects ag

Eclipse, was sonst! Erstens lässt sich damit ausgezeichnet in Java entwickeln und zweitens ist es eine ideale Plattform, um Anwendungen schnell und qualitativ hochwertig zu entwickeln. Jens Hildebrand, SYSTEMA GmbH

openArchitectureWare ist eine Sammlung von Tools für die Modellgetriebene Softwareentwicklung (MDSD), welche inzwischen in verschiedene Eclipse-Projekte aufgegangen sind (MWE/Xtend/Xpand/Xtext/ Check). Hierauf aufbauend habe ich GenGMF entwickelt, womit meine Diplomarbeit erst umsetzbar war. Enrico Schnepel, Unister GmbH

Ich war eigentlich immer ‚Microsofie‘, weil ich dort mein Ziel dank einer tollen IDE am schnellsten erreichen konnte. Programmieren interessierte mich eigentlich nie – auch heute immer noch nicht. Aber das, was ich mit dem Programm machen konnte, war und ist das einzig wichtige – also möglichst schnell zum Ziel, Wizards & Intellisense, tolle GUI-Editoren u.v.m. Dann kam Eclipse 3.x und ich musste erstaunt feststellen, dass es noch schneller geht als mit dem Visual Studio. Der Vorsprung in Produktivität ist auch kaum noch einzuholen, so sehr sich die Jungs in Redmond bemühen. Heute hat Eclipse einen Stand erreicht, bei dem für mich fast alle Wünsche erledigt sind (Ausnahme: UI) Holger Prang, www.vielsichtig.de

Generell als Entwicklungsplattform schwöre ich auf Eclipse und die tollen Plug-ins. Am meisten gebracht hat mir Spring, ist quasi schon „ein alter Hase“ in Server Applikationen. Spring hat mir durch dessen Architektur und Konzepte die Augen geöffnet und ganze neue Welten in Architektur- und Strukturmöglichkeiten erschlossen, angefangen bei Dependency Injection, AOP, etc. Die Programme sind nun viel strukturierter und folglich auch wartbarer. In Kombination mit Hibernate, wo noch die Persistenz angeboten wird, eine gute Kombination. Markus Demolsky, Soreco Group AG

Den größten Produktivitätsschub habe ich gewonnen durch den Einsatz einer leistungsfähigen IDE (in meinem Fall Eclipse) verbunden mit einem Debugger. Die IDE ermöglicht es mir, die Implementierung zu beschleunigen, d.h. schnell im Code zu navigieren (auch zwischen Files), schnell neuen Code zu Erzeugen (durch Autovervollständigung und zahlreiche Shortcuts) und schnell Code zu überarbeiten (durch automatische Refactorings). Der Debugger unterstützt mich bei der Laufzeitanalyse des Codes und hilft so, schnell Fehler zu finden. Nicole Rauch, andrena objects ag

Ich bin mit Eclipse quasi aufgewachsen. Die Möglichkeiten, die durch die endlos scheinende Zahl an Plug-ins gegeben sind, helfen schon, die reine Handarbeit massiv zu verkürzen. Eclipse hat sich in den letzten Jahren zu einem Cockpit entwickelt, das einen, wenn man sich damit vertraut gemacht hat, sicher durch den Dschungel der APIs geleitet. Uwe Sauerbrei, emCON www.emcon-partner.de

Und welches Tool hat dir zum größten Produktivitätsschub verholfen?

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