Aus dem Entwickler-Nähkästchen: Teil 2

10 Antworten auf die Frage: Was stört dich am meisten an Java?

Aus dem Entwickler-Nähkästchen plaudern Java-Entwickler aller Couleur über ihre persönlichen Ups und Downs mit der „beliebtesten Programmiersprache der Welt“. Nach der Frage nach den persönlichen Highlights bei der Programmierung mit Java wenden wir uns nun der Schattenseite zu und fragen:

Was stört dich am meisten an Java?

Java bietet viele gute Konzepte, oft ist aber die Realisierung einer Funktionalität unnötig kompliziert und mit zu viel Code verbunden. Das fällt umso mehr ins Gewicht, wenn man sich ein wenig intensiver mit Sprachen wie Groovy oder Scala beschäftigt hat, weil dann erst klar wird, was in der JVM alles möglich ist. Martin Dilger, Pentasys AG

Aktuell die Kommunikation zwischen Oracle und der Community. Jonas Helming, TU München

An Java als Sprache stört mich nicht wirklich etwas. Dagegen finde ich Java als Plattform, gerade für Anfänger, extrem unübersichtlich. Die Flut an Frameworks ist enorm und reißt nicht ab. Es ist nicht einfach, auch für Java Experten, dabei auf das richtige Pferd zu setzen. David Linsin, Synyx GmbH & Co. KG

Die Sprache an sich ist kaputt. Keine stringente Typisierung, kein striktes OO, keine Closures, geschwätzig, prozedurale Strukturen, Verwandschaft zu C, Syntax. (Ich bin eigentlich Smalltalker) Andreas Leidig, andrena objects ag

java.util.Date! Ok… und das unproduktive Chaos in der UI-Entwicklung. Nicht eine Lösung kann man eigentlich einem User oder gar einem Administrator zumuten. Ich glaube aber nicht, dass Oracle hier etwas bewirken wird. Leider.
Holger Prang, www.vielsichtig.de

Java bietet zurzeit leider keine Closures. Hier soll das Lambda-Projekt mit Java 8 Besserung bringen. Native types und Objekt (Number) types werden z.T. nicht automatisch konvertiert. Dies führt bei Berechnungen zu unleserlichen Cast-Klammerreihen in den Formeln. Enrico Schnepel, Unister GmbH

Am meisten stört mich die Geschwätzigkeit von Java, z. B. bei anonymen Klassen (die ja eigentlich nur Closures sind) oder Konstrukten wie „String string = new String();“ — hier würde Typinferenz die Redundanz deutlich senken.
Außerdem ist es sehr nervig, dass die Generics, die es seit Java 1.5 gibt, nur im Quellcode vorhanden sind und nicht im Bytecode. Dies verhindert z. B., dass man ein Objekt eines generischen Typs erzeugen kann. Hier bietet C# deutlich mächtigere Mechanismen. Nicole Rauch, andrena objects ag

Mich stört die unüberblickbare Anzahl an Frameworks – man steht oft vor der Qual der Wahl. Was soll ich jetzt verwenden? Und im Endeffekt muss man sich ein paar Technologien heraussuchen und analysieren, welche nun für die tatsächlichen Projektanforderungen am besten passt. Hat man sich mal in ein Framework eingearbeitet, ist es ein paar Monate später schon wieder veraltet. Das kann teilweise mühsam sein, immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. Markus Demolsky, Soreco Group AG

Die Sprache ist ziemlich eingeschränkt und man produziert teilweise viel Boilerplate-Code. Seitdem ich mich intensiv mit Scala befasse, merke ich, dass Java als Programmiersprache ziemlich in die Jahre gekommen ist.
Zur heftig geführten Debatte über die Zukunft von Java (als Programmiersprache) kann ich nur sagen: Lernt Scala! Jens Hildebrand, SYSTEMA GmbH

Die noch immer ungewisse Zukunft. Uwe Sauerbrei, emCON www.emcon-partner.de

Und was stört dich am meisten an Java?

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