Aus dem Entwickler-Nähkästchen

10 Antworten auf die Frage: Was ist Dein Technologie-Geheimtipp aus 2012?

Aus dem Entwickler-Nähkästchen plaudern Java-Entwickler aller Couleur über ihre persönlichen Erfahrungen mit der „beliebtesten Programmiersprache der Welt“. Heute stellen wir die Frage:

Welchen Technologie-Geheimtipp nimmst du aus 2012 ins neue Jahr mit?

Als JBoss-Nutzer (fast) der ersten Stunde habe ich mich intensiv mit dem JBoss Application Server 7.1 und seiner cloudmäßigen Verlängerung Red Hat OpenShift beschäftigt. Wenn jemand zukünftig seine Java Enterprise-Applikationen in der Wolke betreiben möchte, dann sei ihm hiermit die Wolkenmaschine der roten Hutmacher ganz besonders ans Herz gelegt.

Und wer mit JavaScript zu tun bekommt, der sollte sich jQuery genauer anschauen. Mit dieser Bibliothek macht die Entwicklung selbst erklärten JavaScript-Gegnern wie mir Spaß.

Bernhard Löwenstein, selbstständiger IT-Trainer und Consultant

Kennt jemand das Jodd Framework? In einem Projekt hatte ich mit viel Class Loading zu tun, dabei hat mir Jodd einige Helferlein an die Hand gegeben, mit denen ich mein Problem recht schnell lösen konnte. Beim genaueren Hinsehen habe ich dann bemerkt, dass Jodd viel mehr solcher kleiner, hilfreicher Utilities enthält, auf die ich seitdem in den unterschiedlichsten Projekten immer wieder zurückgreife. Aus diesem Grund kann ich jedem nur empfehlen, einen Blick auf Jodd zu werfen.

Marc Teufel, hama GmbH & Co KG, http://www.teufel.net

Meine Top-Empfehlung ist Clojure. Ich hab die Sprache zwar schon etwas länger auf dem Bildschirm, aber 2012 habe ich mich sehr intensiv damit beschäftigt. Es ist definitiv zu meiner Lieblingssprache geworden. Außerdem empfehle ich jeden Talk von Rich Hickey, der im Internet kursiert, anzuschauen, und zwar unabhängig davon, in welcher Sprache man programmiert. Rich Hickey ist der Erfinder von Clojure und hat die Gabe, die einfachen Dinge hinter komplexen Systemen zu entdecken und herauszuarbeiten. Nach jedem Talk fühlt man sich ein bischen schlauer.
Jens Bendisposto, Universität Düsseldorf

Ich habe mich in diesem Jahr viel mit HTML5 und AngularJS auseinandersetzen müssen – und inzwischen finde ich das sogar wirklich gut. Wobei ich Hoffnung auf TypeScript setze – JavaScript gut gemacht.

Bernd Rücker, camunda services

Ich bin 2012 endgültig von Eclipse auf IntelliJ umgestiegen. Eclipse ist eine wundervolle IDE, aber mit IntelliJ bin ich nochmal eine ganze Ecke produktiver. Ich empfehle jedem Java-Entwickler, IntelliJ 12 (ganz frisch) einmal zu versuchen.
Martin Dilger, Effective Trainings & Consulting

Ich habe die Pommodoro Technique für mich bzw. uns als Firma entdeckt. Das macht einem klar die Augen auf, wohin eigentlich die ganze Zeit des Tages verschwindet. Weiterhin war die Tatsache, dass das Play Framework 1 weiter maintained wird, eine tolle Nachricht für mich, da dies derzeit mein absoluter Favorit in Sachen Tool bzw. Frameworks ist.

Darüber bin ich dann mit Play 2 in Berührung gekommen und sauge nun alles, was Typesafe in diese Richtung treibt, auf. Allerdings warte ich hier noch ab, bis sich das alles ein wenig beruhigt hat. Aber das ist sehr sehr spannend.

Joachim Arrasz, synyx GmbH & Co. KG, @arrasz

Funktionale Sprachen gewinnen im Augenblick massiv an Bedeutung. Ich habe hier ganz speziell für mich Clojure entdeckt (nicht zuletzt durch den Vortrag von Neal Ford während der W-JAX), und ich gestehe: Es macht Spaß!

Uwe Sauerbrei, emCON www.emcon-partner.de, Leader JUG Ostfalen

Vert.x, Apigee , Kilim, Play und Calatrava waren 2012 meine Lieblingsspielzeuge. Eigentlich generell entkoppelte Architekturen, wie Mixed Model Mobile Apps oder CQRS. In Projekten eher kleine Verbesserungen, wie JRebel, Spring Data, Liquibase oder Modernizr.
Jan Peuker, Accenture

Da wir viel Webentwicklung machen, haben wir dieses Jahr verstärkt auf JavaScript gesetzt. Dabei kommt man ebenfalls an verschiedenen Tools und Frameworks vorbei. Sehr gute Erfahrungen haben wir mit Backbone.js, Jasmine als BDD-Framework sowie kürzlich Testacular (!) als Test-Runner gemacht, und natürlich (wenn man sich mal damit beschäftigt) mit der Sprache JavaScript selbst.

Auf der Java-Seite habe ich mich in letzter Zeit recht viel mit Selenium 2 (Webdriver) und dessen Grid-Funktionalität auseinandergesetzt. Auf der Technologie-Seite stand auch bei synyx das ganze Jahr immer wieder Continuous Delivery im Vordergrund. Automatische Deployments, Akzeptanztests und so weiter.

Marc Kannegiesser, synyx GmbH & Co. KG

Eclipse Orion finde ich spannend, weil es Web-Applikationen die Erweiterbarkeit bringt, die die Eclipse IDE so stark machte und macht.
Den produktiven Einsatz würde ich aber nur sehr mutigen Web-Entwicklern empfehlen.

Holger Voormann, freier Softwareentwickler & Berater

Und welchen Technologie-Geheimtipp nehmt Ihr aus 2012 ins neue Jahr mit?

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