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Aus dem Entwickler-Nähkästchen: Teil 8

10 Antworten auf die Frage: Warum programmierst du in Java?

Aus dem Entwickler-Nähkästchen plaudern Java-Entwickler aller Couleur über ihre persönlichen Ups und Downs mit der „beliebtesten Programmiersprache der Welt“. Dieses Mal haben wir nach einer kleinen Anekdote gefragt, die beschreibt, wie die Entwickler denn überhaupt zu Java gekommen sind – und vielleicht auch, warum sie heute noch dabei sind!

Warum programmierst du in Java?

Es gab einmal eine Zeit, als Java die einzige Möglichkeit war, client-seitig Code in einer Webapplikation auszuführen. Da ich damals viel HTML „programmiert“ habe, war ein Blick auf diese neuen Möglichkeiten der Java-Applets angesagt. Insbesondere Java2D war sehr beeindruckend auf Webseiten! Da meine Universität dann ebenfalls auf Java setzte und auch meine Diplomarbeit intensiv Java nutzte, war mein Schicksal besiegelt. Kai Kreuzer

Ich befand mich gerade in einer Pointer-Krise mit C++, als ich erstmalig Kontakt mit Java aufnahm. Alleine der Gedanke, die Speicherverwaltung aus der Hand zu geben, erschien mir revolutionär, um nicht zu sagen ketzerisch. Wie es dann oft mit dem Suchtverhalten weitergeht, probierte ich hier und da und konnte irgendwann nicht mehr davon lassen. Uwe Sauerbrei

Da ich privat ausschließlich Macs nutze, in der Firma jedoch alles auf Windows läuft, war ich es satt, mich auf jeweils eine der beiden Plattformen festlegen zu müssen und suchte nach einer Lösung für dieses Problem. Nun die Lösung war ganz einfach: Java. Die Sprache ist ausgereift und bietet für fast alle Probleme eine Lösung. Auch wenn man manchmal ein wenig mehr Code schreiben muss als in moderneren dynamischen Sprachen, geht das ganze doch recht flüssig von der Hand. Gerrit Grunewald

Ich kam während des Studiums im Jahre 1996 das erste Mal mit Java in Kontakt. Damals wurde
noch propagiert, dass in Zukunft alle Kaffeemaschinen mit Java programmiert werden würden.
Nachdem wir Wiener sowieso eine besondere Beziehung zum Thema Kaffee haben – das Stichwort
Alt-Wiener Kaffeehaustradition sollte reichen -, war ich von dieser Idee natürlich besonders
angetan. Weiterhin überzeugte mich von Beginn an Javas nutzerfreundliches Speicherkonzept, denn
dank dem Garbage Collector konnte man die Nächte plötzlich wieder zum Schlafen nutzen. Mit C++
saß ich doch immer wieder noch zur Geisterstunde und suchte, und suchte, und suchte … Bernhard Löwenstein

Ursprünglich wollte ich mich auf C++ konzentrieren, da ich vorher schon C programmiert hatte. Als ich aber dann gesehen habe, was mit Java alles möglich ist und wie einfach man damit gute Software schreiben kann, bin ich zum Glück frühzeitig umgestiegen.
Bis heute habe ich noch keinen Grund gefunden, warum ich jetzt auf eine andere Programmiersprache setzen sollte. Java kann ich überall einsetzen, auf dem Desktop, auf dem Server oder auf Kleingeräten. Egal ob Windows, Linux, Unix oder Mac verwendet wird. Jochen Stricker

Im Studium bot ein Dozent einen Programmierkurs für „Java“ an. Er versprach uns, dass man in Zukunft damit alles Programmieren können wird:
Toaster, Waschmaschinen, Internet, Telefone und natürlich Kaffeemaschinen … das machte neugierig. Bis jetzt warte ich immer noch darauf, dass ich meine Waschmaschine und Toaster mit Java programmieren kann. Das ist ja schon einmal ein Grund dabeizubleiben. Der anderere Grund:
Viele auf Java-basierende Frameworks haben in anderen Sprachen kaum brauchbare Nachbildungen. Johannes Leebmann

Jahrelang (nächtelang) habe ich mit C/C++ gearbeitet. Irgendwann hatte ich genug davon und begann wieder mit einem FH Studium. Etwa 1997 hatte man an dieser FH schon erkannt, dass hier eine neue Sprache entsteht, die möglicherweise die Zukunft verändern könnte. Mir war schnell klar, dass mit Java viele der Schwächen von C/C++ beseitigt werden sollten.

Der Trend zeigt, dass man sich mit den viel ausdrucksstärkeren Sprachen wie Groovy, Scala, Clojure, etc. auseinandersetzen muss und einen Weg finden muss, um entsprechend seiner zu bewältigenden Aufgaben die richtigen auszuwählen. In Zukunft werden Projekte nicht mehr ausschließlich auf Basis einer einzigen Programmiersprache realisiert werden. Aus diesem Grund bleibe ich Java treu!

Martin Ahrer

Bei mir war es wohl der ganz klassische Weg. Java war Lehrsprache während des Studiums. Die vielfältigen Möglichkeiten der Sprache, die unglaublich große Community und vor allem die Technologien der letzen paar Jahre (JEE 5 + 6, Spring 3, Glassfish, OSGi und Scala) sorgen dafür, dass es sogar noch mehr Spaß macht, je länger ich dabei bin.

Martin Dilger

Mehr als 10 Jahre lang habe ich in VB Classic programmiert und langsam wurde ich komisch angeschaut, dass ich das noch immer verwendete, wo doch jetzt schon längst .net in aller Munde war. Ja, ich habe die Entwicklung von .net verfolgt – kenne das Teil seit der ersten Version, wo der Druck auf F1 im C#-Projekt eine Foxpro-Hilfe aufrief und ein harmloser COM-Aufruf aus C# die IDE zum Absturz brachte. Nach 10 Jahren in einer Programmiersprache hat man außerdem so ziemlich alles an Hilfsfunktionen da, was man braucht.

Nun ja, der Druck wurde irgendwie größer, zu wechseln. Eigentlich schade, weil ich so richtig produktiv war und eigentlich nicht verstehen konnte, wo der Druck eigentlich herkam – aus der Industrie sicher nicht.

Mittlerweile hatte ich daheim aber gar kein Windows mehr und ohnehin ein ungutes Gefühl im Magen, weil ich mit meinem Einstieg in die Computerwelt die Dinger eigentlich auch immer programmiert habe, und das war mir zu Hause jetzt irgendwie abhanden gekommen. Also beschloss ich, dass meine neue Programmiersprache zumindest auf Windows, Linux und Mac laufen musste. Ich habe daraufhin eine mehrstufige und intensive Evaluierung gestartet, mir auch überlegt, wieder zu C++ zurückzugehen (das aber wieder verworfen, unter anderem, weil ich dann erst wieder für jedes System extra kompilieren müsste). So bin ich bei Java gelandet. Das durchzusetzen, war aber nicht ganz leicht, da bisher der Fokus ausschließlich auf Microsoft lag. Ich hatte ein bißchen Glück, dass dann eine Software ins Support-Programm aufgenommen wurde, die Java-basierend war, und in den Empfehlungen hieß es, man sollte die Software eher unter Linux fahren, als unter Windows. Wunderte mich gar nicht, wo doch Java gefühlt doppelt so schnell unter Linux läuft, als unter Windows. Aber das beste ist ja: Der Kunde hat keinen Stress, sich darüber Gedanken machen zu müssen, welches Betriebssystem sich wie durchsetzen wird – er ist unabhängig und hat Wahlfreiheit. Und ich habe keine Qualen mehr, Setups zu produzieren. In NetBeans mache ich ein einziges Jar, da ist alles drin. Auf den Rechner kopieren, aufrufen – so einfach wie früher einmal.

Martin Wildam

Ich habe im Studium Objektorientierung mit Smalltalk gelernt. Bei uns im Unternehmen allerdings war und ist Java als Sprache gesetzt. Ich entschloss mich also dazu, in der vorlesungsfreien Zeit das Spiel Gomoku (Fünf-Gewinnt) in Java mit Swing zu implementieren. Ich finde, dass sich die Entwicklung eines Spiels mit UI und Algorithmen hervorragend eignet, um eine Sprache kennenzulernen. Im Laufe der Zeit und der Projekte haben sich Wissen und Erfahrung dann stetig weiterentwickelt. Mittlerweile hat sich Java als Sprache für größere Anwendungen durchgesetzt, so wird der überwiegende Teil an Projekten bei uns auch in Java realisiert. Außerdem gibt es viele gute Bibliotheken und Frameworks, daher bin ich beruflich und privat immer noch dabei.

Stefan Reichert

Und warum programmierst du in Java?

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