Aus dem Entwicklernähkästchen

10 + 1 Antworten auf die Frage: Welche Sprache außer Java ist gerade am interessantesten – und warum?

Hartmut Schlosser

Aus dem Entwickler-Nähkästchen plaudern Java-Entwickler aller Couleur über ihre persönlichen Erfahrungen mit der „beliebtesten Programmiersprache der Welt“. Heute stellen wir die Frage:

Welche Sprache außer Java findest du gerade am interessantesten – und warum?

Für mich führt kein Weg an Scala vorbei. Scala ist – wie Java – statisch typisiert und läuft auf der JVM, bietet Entwicklern aber jede Menge Möglichkeiten, von denen Java nur träumen kann. Entsprechend ist es in Scala auch relativ leicht, Code zu schreiben, den Neulinge erstmal nicht verstehen 😉 Patrick Peschlow (codecentric AG)

 

 

Da ich berufsbegleitend ein Master-Studium absolviere, hatte ich mich kürzlich mit Haskell beschäftigt. Für einen Java-Entwickler ist das ein ganz anderer Denkansatz. Aber es macht unheimlich Spaß, sich in die funktionale Programmierung tiefer einzugraben. Andy Bosch (JSF-Academy.de)

 

 

Ich finde derzeit Python sehr interessant. Warum? Weil sich damit meine beiden NAO-Roboter Frank und Naomi programmieren lassen 😉 Bernhard Löwenstein (javatraining.at)

 

 

Ich zitiere da gern einen Freund, der mir seit mehr als 10 Jahren predigt: „JavaScript ist auch eine Männersprache!“ (Ich hoffe ich entgehe hier einer Gender-Diskussion ;). Damit erzähle ich sicherlich den vielen Entwicklern und Nutzern von xxx.js Libraries und xxxJS Frameworks nichts Neues. Mittlerweile scheinen auch wir vergleichsweise „arroganten“ Java- und Enterprise-Java-Entwickler endlich zu akzeptieren, dass kein Weg an JavaScript vorbeiführt. Jens Schumann (open knowledge GmbH)

 

 

Für mich gibt es eigentlich keine tolle Sprache oder eine Sprache, in der ich mich am meisten wieder finde. Sprachen haben meist eine Ursache, warum sie entwickelt wurden. Hier wird das ganze auch spannend. Löse das Problem mit der besten Sprache dafür, suche nicht die Problemlösung, weil du nun unbedingt Sprache XYZ nutzen willst.

 

Letztlich wäre es aber wohl Erlang, damit spiele ich derzeit am meisten privat. Warum, nun ja, weil es meine häufigsten Probleme mit einer sauberen, leicht zu verstehenden Syntax adressiert. Joachim Arrasz (synyx GmbH & Co. KG, @arrasz)

 

 

Neben Java arbeite ich derzeit intensiv mit JavaScript. Noch vor zwei Jahren hätte ich über diese Aussage verwundert den Kopf geschüttelt. Aber mit NodeJS, AngularJS, Grunt, Bower und Karma ist man unfassbar produktiv. JavaScript ist eine wunderbar einfache und effektive Sprache mit einer kleinen Einschränkung – nur solange man es richtig macht. Martin Dilger (Effective Trainings & Consulting)

 

 

MPS von Jetbrains ist keine Sprache an sich.. aber zur Erstellung von eigenen Sprachen ein sehr schönes Werkzeug. Sven Rupert (SiteOS AG)

 

 

Ich habe mir zuletzt Ruby on Rails näher angesehen. Mich hat vor allem das durchgängige Konzept zur testgetriebenen Entwicklung von Webanwendungen mit RSpec begeistert. In Java geht’s an dieser Stelle ja etwas holpriger zu. Florian Thienel (Eclipse Vex Project Lead)

 

 

Ich finde JavaScript aktuell am spannendsten. Nicht wegen der Sprache selbst, da gibt es nun wirklich interessantere. Aber im Umfeld von JavaScript entstehen jede Menge spannende Frameworks, Ideen und Technologien – auch auf Serverseite. Ich bin überzeugt, dass es in diesem Bereich auch in den kommenden Jahren noch viele beachtenswerte Neuigkeiten geben wird. Thilo Frotscher (Freiberuflicher Softwarearchitekt und Trainer)

 

 

Clojure! Funktionale Aspekte werden immer interessanter, und wenn Klammern aus anderen Sprachen immer mehr entfernt werden, müssen sie ja nun irgendwo bleiben! 🙂 Uwe Sauerbrei (Leader JUG Ostfalen )

 

 

Ich habe mit sehr vielen Sprachen zu tun, sowohl auf JVM-Basis als auch außerhalb davon. Python war sicherlich jene, mit der ich in den letzten Jahren am meisten gearbeitet habe. Und das nicht nur, weil es bei Google hohes Ansehen und Beliebtheit genießt. Google brachte uns auch neue, interessante Sprachen wie Go oder Dart, wobei in beiden Fällen noch abzuwarten bleibt, ob sie die Beliebtheit von Sprachen wie Java oder JavaScript erreichen, oder eher das Schicksal anderer teilen wie VBScript?;-) Werner Keil (Creative Arts & Technologies)

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Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser
Hartmut Schlosser ist Redakteur und Online-Koordinator bei Software & Support Media. Seine Spezialgebiete liegen bei Java-Enterprise-Technologien, JavaFX, Eclipse und DevOps. Vor seiner Tätigkeit bei S & S Media studierte er Musik, Informatik, französische Philologie und Ethnologie.
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