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Neue Initiative für Reactive Streams holt alle Parteien an einen Tisch

Reactive Streams ist eine neue Initiative zur Standardisierung der asynchronen Stream-Verarbeitung auf der Java Virtual Machine. Ziel ist es, einen Rahmen für eine Reihe von aneinander angepassten Implementierungen zu schaffen. Dabei kann die Initiative als logische Fortführung der Ideen im Reactive Manifesto betrachtet werden. Im besten Fall, so das Fazit des Statements, hält die Initiative langfristig Einzug in die Java-Plattform und wird in künftigen JDK-Versionen unterstützt.

Die so genannte Reactive Streams Special Interest Group besteht aus allen namhaften Unternehmen, die ein Interesse an der Standardisierung dieser asynchronen Verarbeitung haben bzw. in der Vergangenheit bereits mit eigenen Projekten in diese Richtung gegangen sind: Aus dem Hause Typesafe sind fünf Experten vertreten, von Red Hat, Netflix und Pivotal kommen jeweils zwei Vertreter, und auch Oracle, Twitter und spray.io sind in der Gruppe dabei. Ein erster Draft der Spezifikation ist auf der Projektseite verfügbar.

Implementierung in vollem Gange

Drei Implementierungen der Reactive Streams stehen bereits in den Startlöchern, namentlich für die Projekte Akka, Reactor und RxJava. Typesafe hat heute zu seiner Implementierung Akka Streams bereits einen Blogpost veröffentlicht. Hier kommt das bewährte Actors-Modell zum Einsatz, basierend auf Scala. Typesafe und insbesondere dessen CTO Jonas Bonér waren maßgeblich an der Formulierung des Reactive Manifesto beteiligt, das im Sommer 2013 veröffentlicht wurde und mittlerweile bereits über 4.000 Unterstützer gewinnen konnte. Im aktuellen Heftschwerpunkt des Java Magazins finden sich sowohl eine Übersicht über Reactive Programming als auch ein Interview mit Jonas Bonér.

Auch eine Implementierung für das asynchrone Framework von SpringSource, Reactor, liegt nahe. Somit ist auch das Groovy-Ökosystem in diese zukunftsweisende Bewegung involviert. Die Implementierung zielt auf das finale Release von Reactor 1.1 ab, derzeit ist Meilenstein 3 verfügbar.

Der dritte wichtige Baustein, RxJava, stammt wiederum aus dem Hause Netflix und bietet reaktive Ergänzungen für die Java Virtual Machine. Informationen zum Prototyp, der auf Reactive Streams abzielen soll, finden sich in einem Post von Ben Christensen auf GitHub. Wir werden in Kürze einen ausführlichen Artikel über RxJava hier veröffentlichen.

Next Stop: Vert.x

Auch im Red-Hat-Lager wird derzeit fleißig an der Implementierung der Reactive Streams gearbeitet. Wie Norman Maurer uns bestätigt, arbeitet er derzeit an der passenden Implementierung für vert.x, das Framework für asynchrone Anwendungen, das seit einiger Zeit in der Eclipse Foundation ein neues zuhause gefunden hat.

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