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Kommentar: Könnte Oracle HP kaufen?

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Kommentar: Könnte Oracle HP kaufen?

Claudia Fröhling

Was ist das aber auch wieder für ein heißer Sommer dieses Jahr - zumindest für das Java-Ökosystem. Es wird verklagt, es wird gekauft, es wird released. Man möchte fast meinen, es vergeht keine Woche ohne eine neue "Major News". Der neueste Streich: New York Post und Forbes spekulieren über einen möglichen Kauf HPs durch Oracle.

Wait. What?

Der Reihe nach: HP hat kürzlich nicht nur sein WebOS-basiertes TouchPad eingestampft sondern nahezu zeitgleich für 10 Milliarden Dollar das Unternehmen Autonomy Coproration erworben. Autonomy ist Anbieter von Enterprise-Software und war laut NYP seit einiger Zeit auf der Suche nach einem Käufer. Die Neuigkeit über die Übernahme ließ HP-Aktien um 20 Prozent sinken. Die NYP zitiert in diesem Zusammenhang eine Quelle, die den Preis für Autonomy für überteuert und die Technologie des britischen Unternehmens für "nice but not must-have" hält.

Dieser Umstand gepaart mit der Aussage, HP wolle künftig stärker in Richtung Software und Services statt Hardware gehen, lässt nun unter anderem die Analysten bei Forbes aufhorchen. Eric Savitz spekulierte gestern in seinem Artikel, dass HP nun als Kaufoptin für Oracle interessant werden könnte. Zum einen ist HPs Wert durch den Kursverlust gesunken - laut Savitz ist HP heute 50 Milliarden wert, 20 Milliarden weniger als noch vor ein paar Monaten. Mit der Hardware-Sparte gäbe HP außerdem einen Bereich auf, den Oracle sowieso nicht gewollt hätte.

Two sides of a coin

Umgekehrt spricht gegen eine solche Akquisition, dass Oracle zwar "im Saft steht", aber 50 Milliarden auch für Larry Ellison ein (wie man so schön sagt) Batzen Geld sind. Und dann hängt da noch das große Damokles-Schwert mit dem Namen "Monopol" über uns, ein Trend, den wir schon seit einiger Zeit beobachten und der durch einen Merge von HP und Oracle noch mal verstärkt wird. Dieser Merge wird natürlich auch die Kartellhüter auf den Plan rufen, nicht zu letzt durch die neue Situation auf dem Server-Markt. Schließlich, so zitiert Savitz den Wells-Fargo-Analysten Jayson Maynard, würde es sich bei diesem Kauf schon allein traditionsbedingt um eine Art feindliche Übernahme handeln. Denn wir wissen alle: "there is no love lost between the two companies".

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