JAXenter

Das Portal für Java, Architektur, Cloud & Agile

Google Wave an Twitter anbinden

"I, Robot" und Google Wave

Google Wave an Twitter anbinden

Google Wave kann durch zwei Elemente erweitert werden: Robots und Gadgets. Robots sind serverseitige Programme, die bei einer Wave registriert werden können und bei Änderungen an der Wave benachrichtigt werden. Die Robots können dann den Inhalt der Wave modifizieren, weitere Teilnehmer bzw. Gadgets hinzufügen oder andere Aktionen auslösen. Ein Gadget ist ein UI-Element, das einer Wave hinzugefügt werden kann. Ein Gadget erweitert normalerweise die Wave um weitere Funktionalität. Mit der Entwicklung von Gadgets wird sich der zweite Teil dieser Serie beschäftigen. In diesem ersten Teil geht es um die Erzeugung von Robots.

Was sind Waves, Wavelets und Blips?

Eine Wave ist eine Konversation zwischen einer oder mehreren Parteien. Diese Teilnehmer können Personen oder Robots sein. Eine Wave beinhaltet Wavelets, die Teile der Konversation darstellen. Teilnehmern kann der Zugriff auf bestimme Wavelets gewährt oder verwehrt werden. Das bedeutet z. B., dass zwei Teilnehmer innerhalb einer öffentlichen Wave eine private Unterhaltung in einer Wavelet führen können. Innerhalb einer Wavelet hat man die Blips. Blips sind einzelne Nachrichten, die entweder den Status "published" oder "draft" aufweisen. Das Google Wave API erlaubt den Zugriff auf Wavelets und Blips.

Google-Wave-Zugang

Aktuell ist Google Wave immer noch in einer Betaphase. Voraussetzung für die Nutzung von Google Wave ist ein existierender Google-Useraccount, z. B. für Gmail. Der Zugang zu Google Wave kann auf https://wave.google.com/wave beantragt werden. Laut Aussage von Google sollte der Zugang spätestens innerhalb einer Woche gewährt werden.

Google App Engine

Aktuell müssen Robots auf der Google App Engine (GAE) gehostet werden. Für die Zukunft ist die Möglichkeit geplant, Robots auf beliebigen Servern laufen zu lassen. Unter http://appengine.google.com/ kann man sich mit seinem Google-User registrieren und bis zu zehn Applikationen hosten. In diesem Tutorial wird der Robot auf der GAE für Java (GAE/J) entwickelt, aber Robots können genauso gut in Python geschrieben werden. Für dieses Tutorial wird eine Applikation benötigt, die man jetzt anlegen sollte. Diese Applikation wird dann später den Robot beinhalten. Eine detaillierte Einführung in die Entwicklung auf der GAE/J findet man unter [2] und [3].

Google-Tools für Eclipse

Für die Entwicklung von Robots bietet sich die Verwendung der Google-Eclipse-Plug-ins an. Unter [4] findet sich die Updatesite für das aktuelle Eclipse-3.5-Release. Von den verfügbaren Plug-ins wird das "App Engine SDK" benötigt, das man bequem über den Eclipse Update Manager installieren kann. Des Weiteren stellt Google unter [5] Bibliotheken zum Download zur Verfügung, die die Kommunikation mit dem Google-Wave-Protokoll kapseln. Die benötigten Bibliotheken sind:

  • wave-robot-api.jar
  • gson.jar
  • oauth.jar
  • wave-model.jar

Update

Dieser Artikel basiert auf der Druckausgabe des Eclipse Magazins 3.10. Unglücklicherweise hat Google einen Tag, nachdem der Artikel in Druck gegangen ist, das Google Wave API umgestellt. Diese Online-Version wurde an die Google Wave API angepasst, die im Mai 2010 aktuell war.

 
Verwandte Themen: 

Kommentare

Ihr Kommentar zum Thema

Als Gast kommentieren:

Gastkommentare werden nach redaktioneller Prüfung freigegeben (bitte Policy beachten).